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Wie im Stadion: Lautstarke Begeisterung bei Roboter-Wettbewerb in Aachen

Troisdorf –Als der Schul-Bus des Troisdorfer Gymnasiums Zum Altenforst sich auf den Weg nach Aachen machte, war der Kofferraum voll bepackt mit Hightech - zwei Laptops, drei Lego Mindstorms NXT Roboter und viele zusätzliche Lego-Bauteile. Denn an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen sollte das „Halbfinale“ im Roboter-Wettbewerb „Nano Quest“ stattfinden, an dem sich jede Schule in NRW beteiligen kann und der in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft durch Innovation“ stand. Die Altersbeschränkung für die Teilnehmer/innen liegt bei 11-16 Jahren. In nur zwei Wochen hatte sich das Team des GAT (10 Schüler/innen der Jahrgangstufe 7) mit drei Robotern auf den Wettbewerb vorbereitet, bei dem es gegen 14 Schulmannschaften aus dem Regierungsbezirk Köln antreten musste.

Im Vorfeld hatte es für jedes Team einen Roboter im Wert von 300 € als „Bonbon“ gegeben. Das Roboterpaket enthält bis zu 700 Teile und zusätzlich einen so genannten „NXT“, der das Gehirn des Roboters ist. Dieser Baustein funktioniert wie ein Computer und arbeitet Programme ab, die von den Schüler/innen geschrieben werden mussten. Jeder Roboter hat Licht-, Tast-, Ultraschall- und Hörsensoren, und damit er sich auch bewegen kann, besitzt er zwei starke Elektromotoren. Dazu kamen die Wettkampfplattform, die nach dem Thema Nano Technologie gestaltet war, und die Aufgaben, die der Roboter bewältigen sollte. Die Aufgabenstationen waren selbstverständlich auch aus Lego gebaut.

Zwei weitere Roboter hatte das Fraunhofer Institut in Sankt Augustin leihweise zur Verfügung gestellt. Zudem unterstützte die Praktikantin des Instituts, Katrin Krause, die GAT-SchülerInnen tatkräftig.

An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen führte der Weg zunächst in den Trainingsraum, in dem sich alle Teams vorbereiteten. Was zuerst auffiel, war, dass jede Mannschaft – mit großem Stolz - ihr eigenes Shirt , manche sogar die dazugehörige Kappe trug, so konnten auch die SchülerInnen des GAT mit Fug und Recht ihre dunkelroten Schulshirts „ausführen“. Im Raum war es sehr warm und laut. Überall sah man die Schüler an ihren Robotern herumwerkeln, neue Programmierungen für den Roboter an ihren mitgebrachten Laptops schreiben oder Testläufe absolvieren.

Das GAT-Team stürzte sich gleich mit ins Getümmel, und und konnte in den Testdurchläufen noch letzte Fehler korrigieren. Dabei erwies sich Katrin Krause, die Ingenieurinformatik an der Magdeburger Otto von Guericke Universität studiert, als äußerst hilfreich.

Dann endlich war es so weit: Die ersten „Kämpfe“ konnten beginnen. Die beiden Teams traten nebeneinander an, jedes bekam einzeln die Punkte für seinen Lauf berechnet. Doch was war das für ein Wettkampf? Das Ziel war es, einen Roboter zu erschaffen, der acht Aufgaben bzw. Stationen in 2:30 Minuten lösen sollte. Für jede gelöste Aufgabe gab es eine bestimmte Anzahl Punkte. Eine Aufgabe sah z.B. so aus: Man musste einen Truck auf einen Aufzug schieben, der danach durch Drücken eines bestimmtes Legoteiles in Bewegung gesetzt werden sollte. Die spannendste und schwierigste Herausforderung war der “Weltall-Fahrstuhl“, bei dem beide Teams zusammen arbeiten mussten. Bei dem Wettkampf wurden zwei Spielplattformen zusammen geschoben. Diese Aufgabe ließ sich nur durch Teamarbeit lösen. Die Gruppen mussten sich absprechen, ob sie den Fahrstuhl in Gang zu setzen würden. Die Absprache war deshalb so wichtig, weil man sehr viel Zeit bei dieser Aufgabe verlieren, aber auch viele Punkte sammeln konnte.

Die TeilnehmerInnen fühlten sich plötzlich wie bei einem Fußballspiel, denn das Spiel wurde von mehreren Kameras aufgezeichnet und an die Wand projiziert. Außerdem gab es einen Kommentator. Die Fans des jeweiligen Teams feuerten im Finale ihre Vorbilder so lautstark an, dass die Zuschauer den Kommentator gar nicht mehr verstehen konnten. Die Zeit verging rasend schnell. Am Ende jedes Spiels zählten die Zuschauer die letzten zehn Sekunden. Jede Gruppe hatte bis zu dem spektakulären Finale drei Kämpfe durchzustehen.

Alle Teilnehmer waren mit vollem Enthusiasmus und viel Freude bei der Sache, wenngleich schließlich nicht jedes Team seine Wunschplazierung erreichte. Die SchülerInnen des GAT und ihr Coach, Informatik-Lehrer Tobias Graffmann, zeigten sich als sehr zufrieden und stolz auf ihren zehnten Platz. Schließlich hatte die sehr junge Mannschaft zum ersten Mal und nach nur zwei Wochen Vorbereitungszeit an diesem Wettbewerb teilgenommen. Die anderen Teilnehmer waren nämlich teilweise erheblich älter, schon mehrere Male dabei und hatten im Vorfeld weitaus mehr Vorbereitungszeit entsprechend nutzen können.

Auch die Organisatoren erwiesen sich angesichts der guten Ergebnisse als erfreut. Ihr Ziel ist es, Jugendlichen spielerisch zu zeigen, was die Informatik zu bieten hat und somit entsprechende Berufswege vorzustellen.

Zu guter Letzt ein herzliches Dankeschön an den betreuenden Coach, Tobias Graffmann, sowie den Zivi Sebastian Trella, der die schuleigenen Laptops entsprechend vorbereitet und zur Verfügung gestellt hatte.

Mit Spannung und Vorfreude peilen die ambitionierten GAT-SchülerInnen den großen Roboter-Wettbewerb „Nano Quest“ in nächsten Jahr an. Sie haben schon wieder viele Ideen, die sich vielleicht langfristig in einer Roboter-AG umsetzen lassen.

Im nächsten Jahr wollen sie das Finale erreichen.

Benno Ommerborn, 9 b – GAT-News-AG

Lego-Gruppe2007

Von links nach rechts: Katrin Krause, Miriam Brüggen-Stapel, Laura Sandra Di Stefano, Karl Sauvant, Mathias Busch, Patrick Rosenow, David Rother, Tristan Bernhart, Christopher Bondza, Tobias Graffmann und Sebastian Trella (nicht im Bild)

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