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Unser Entwurf zum Schulprogramm in der Fassung vom Januar 2002



Fassung vom 04.11.2001/6.3.2002

Mit Freude und erfolgreich lernen -
für die Zukunft und für ein Leben in Verantwortung für sich und andere

Das Ziel unserer Schule ist, die uns anvertrauten Kinder und jungen Erwachsenen so zu bilden und zu erziehen, dass sie für Studium und Beruf Kompetenzen erwerben und Methoden beherrschen lernen, um im kritischen Bewusstsein ihrer eigenen Möglichkeiten und mit Interesse für andere Sichtweisen Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten zu können.
Der wechselseitige Respekt von Lehrer/inne/n und Schüler/inne/n ist Bedingung für den Erfolg dieser Bemühungen und Lernmodell für menschliches Miteinander.

Die folgenden Grundsätze sollen Voraussetzungen, Stationen und Schwerpunkte auf dem Weg zu diesem Ziel umreißen:

1. Regeln für das Zusammenleben am GAT:
Unser Schulvertrag (Klasse 5 / Klasse 11)

Wo bis zu 1000 Schüler/innen und Lehrer/innen auf begrenztem Raum und mit begrenzten und nicht beliebig erneuerbaren Mitteln mit- und voneinander lernen sollen, sind Regeln erforderlich (des Umgangs miteinander, aber auch mit den schulischen Ressourcen), die im "GAT-Schulvertrag" zusammengestellt sind.

Alle Schüler/innen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer bestätigen zu Beginn ihres Lernweges am GAT und noch einmal zu Beginn der Klasse 11 durch ihre Unterschrift unter den "Schulvertrag", dass sie diese Regeln kennen und bereit sind, sie zu respektieren. Wer gegen diese Selbstverpflichtung fortgesetzt verstößt, schließt sich selbst aus der Schulgemeinschaft des GAT aus.

2. Lernen in der Orientierungsstufe:
Lernfreude erhalten und Selbstständigkeit weiter entwickeln

Die Grundschule hat die Freude am Lernen geweckt, indem sie spielerische und individuelle Lernwege förderte. In der Orientierungsstufe am GAT wollen wir die Lernfreude der Kinder erhalten, aber ihr Lernen auch stärker systematisieren und durch methodische Schulung zielgerichtet und zu größerer Selbstständigkeit entwickeln.
Das "Lernen lernen" ist ein wesentlicher Schwerpunkt der ersten Schulmonate am GAT, Formen "offenen Unterrichts" (z.B. fachgebundene Freiarbeit) sollen weiter individuelle Lernwege ermöglichen, aber auch die Eigenverantwortung für den Lernfortschritt stärken.

3. Lernen in der Mittelstufe:
Neue Interessen wecken, Kenntnisse sichern und Anstrengung fordern

In der Mittelstufe wird der natürliche Lernimpuls der Neugierde überlagert und Lernenergie vielfach absorbiert von den Turbulenzen, die mit der Herausbildung einer eigenständigen Persönlichkeit unvermeidlich verbunden sind.
Für das Gelingen dieser nicht nur für sie schwierigen Entwicklungsphase brauchen die Schüler/innen das Verständnis der Erwachsenen in Elternhaus und Schule, aber auch die Erfahrung von Grenzen und Forderungen in der Schule und im Elternhaus. Unterricht soll immer wieder versuchen, an die Lebenswelt und die Interessen der Jugendlichen anzuknüpfen, er muss jedoch diesen engen Horizont auch überschreiten und Interesse und Energie auf Neues lenken, zu dem sie noch keinen Bezug haben. Die kontinuierliche Anstrengungsbereitschaft, die allein die Basis für die Oberstufe sichern kann, ist nicht von der aus den Gegenständen erwachsenden Motivation allein zu erwarten, sie muss von Schule und Elternhaus auch geweckt, gefördert, eingefordert und kontrolliert werden.

4. Lernen in der Oberstufe:
Selbst fragen und
eigene Antworten präsentieren lernen

Mit Blick auf das Studium müssen sich in der Sekundarstufe II die Schüler/innen von den kurzschrittigen Vorgaben des Lehrers zunehmend lösen und ihrem Lernen selbst Ordnung, Kontinuität und Ziel geben. Dazu soll beitragen, dass in allen Fächern vereinbarte begrenzte Gegenstände von den Schüler/inne/n selbstständig erarbeitet, aber dennoch in Leistungsüberprüfungen verbindlich mit einbezogen werden.
Nicht nur die Facharbeit soll für alle Schüler/innen verbindlicher Anlass sein, sich neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit einem Thema zugleich um die angemessene schriftliche Darstellung der Ergebnisse, wie um deren durch moderne Präsentationsmedien gestützten Vortrag vor der Lerngruppe zu bemühen.

5. Lernen mit Neuen Technologien:
Moderne Hilfsmittel nutzen

Die Nutzung von PC und Internet sind keine Moden, die wieder verschwinden werden. Sie haben viele Berufsfelder bereits revolutioniert und werden in den kommenden Jahren in keinem mehr verzichtbar sein.
Wir wollen deshalb alle Schüler/innen des GAT im Unterricht von der Klasse 5 an schrittweise und ihrem Alter entsprechend in die kritische Nutzung und die Reflexion des Einsatzes der Neuen Technologien einführen. Sie lernen Standard-Anwenderprogramme und deren wichtigste Funktionen und Verwendungssituationen kennen und nutzen. Die Schüler/innen erschließen sich den PC als Hilfsmittel zum Lernen und als Informations-, Kommunikations- und Präsentationsmedium im Intra- und Internet und für alle Fächer. Spätestens in Klasse 8 können sie den Internetführerschein erwerben und damit Intra- und Internet auch außerhalb des Unterrichts selbständig und in eigener Verantwortung nutzen. Computerarbeitsplätze in der Schule stehen den Schüler/innen zur individuellen Nutzung zur Verfügung, wann immer sie nicht für Unterricht beansprucht werden. Ein noch zu errichtendes Medienzentrum soll künftig exklusiv dem Selbstlernen gewidmet sein.
Darüber hinaus macht die Altenforst Akademie zusätzliche studienvorbereitende Angebote.

6. Lernen außerhalb des Stundenplans/der Stundentafel:
die Woche vor den Herbstferien

Lernen kann auf die Impulse nicht verzichten, die von Projekten und Lernorten außerhalb der Schule ausgehen, ebenso wenig aber auf Kontinuität: Beliebige Unterbrechungen der Lehrgänge stellen den Lernerfolg in Frage.
Lernaktivitäten wie Klassenfahrten (Klasse 5 oder 6), Studienfahrten (Klassen 9 und 13), sowie das Berufspraktikum (Klasse 10) sind deshalb fast vollständig in der Woche vor den Herbstferien konzentriert. Für die übrigen Klassenstufen (5 oder 6; 7/8; 11/12) bietet sich dort die Chance zu (fächerübergreifendem) Projektlernen oder zum Erwerb Fach unabhängiger Grundlagenfertigkeiten in konzentrierten Trainingsmaßnahmen.
Der Förderverein stellt sicher, dass an diesen Aktivitäten alle Schüler/innen ohne Ansehen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihrer Elternhäuser teilnehmen können.

7. Fördern und Fordern:
Die Langsameren heranführen, den Schnelleren und Lernhungrigen zusätzliche Ziele eröffnen

Das Gymnasium ist heute die Schulform mit den höchsten Übergangsquoten aus der Grundschule. Die veränderte Zusammensetzung seiner Schülerschaft (statt früher 10% heute bis zu 40% eines Geburtsjahrgangs) bedeutet, dass die Unterschiede in Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten seiner Schüler/innen so groß sind wie nie zuvor. Auch der beste Unterricht muss deshalb einige Schüler/innen unterfordern, während er gleichzeitig andere bereits überfordert. Wir stellen uns am GAT dieser Herausforderung, obwohl sie angesichts politisch gesetzter Rahmenbedingungen (z.B. Klassengrößen) für die Lehrer/innen manchmal kaum zu bewältigen ist.
Im Rahmen der personellen Möglichkeiten unterstützen wir Schülergruppen bei der Aufarbeitung von Lernrückständen durch zusätzliche Unterrichtsstunden, eine große Zahl von Lernprogrammen im Intranet bietet Übungsmöglichkeiten und die Chance zum eigenverantwortlichen Schließen von Lücken. Wettbewerbe können für andere Schüler/innen Anreiz sein, ihre Fähigkeiten über die Anforderungen des Unterrichts hinaus zu entwickeln. Das Überspringen von Klassen haben wir schon in der Vergangenheit erfolgreich unterstützt. Künftig könnte die Einrichtung von Profilklassen die Möglichkeit der Schulzeitverkürzung für eine größere Schülerzahl bieten. Sie könnte aber noch größere Bedeutung erlangen als sinnvolle Maßnahme, um Lerngruppen mit einheitlicheren Lernvoraussetzungen zu bilden.

8. Lernfeld "Verantwortung übernehmen":
für Mitschüler und für Erhalt und Ausbau der vorhandenen Ressourcen

Die Lösung vieler Zukunftsaufgaben, aber auch heutige Formen der Arbeitsorganisation in Teams fordern mehr als fachliche Qualitäten; Kooperationsfähigkeit und Bereitschaft zu sozialem Handeln sind dafür ebenso unerlässlich. Neben qualifiziertem Fachunterricht bieten wir deshalb unseren Schüler/inne/n vielfältige Möglichkeiten zum Engagement für die Schulgemeinschaft und ermuntern und unterstützen sie nachdrücklich darin, diese Möglichkeiten wahrzunehmen: in der SV, als Paten, als Leiter/innen von Arbeitsgemeinschaften, in der Altenforst-Akademie, bei Pflege und Ausbau des Intranets, bei der Gestaltung und Pflege von Schulgelände und Schulgebäude.
Über den Einsatz der Schüler/innen für die Schule, ohne den auch diese Gemeinschaft nicht lebensfähig ist, stellen wir Nachweise aus, die die Zeugnisse über die fachlichen Leistungen aussagekräftig ergänzen.

9. Lernfeld "Mathematik/Naturwissenschaften":
Chancen erkennen, Risiken abschätzen und Ressourcen nachhaltig nutzen lernen

Mathematik, Technik und Naturwissenschaften ermöglichen Perspektiven, die noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbar erschienen.
Baupläne der Natur werden zunehmend entschlüsselt, bislang Unerklärliches wird verstehbar, bisherige Weltsichten verändern sich immer mehr. Neue Technologien und Produkte ermöglichen zum Beispiel Gesundheit und Mobilität bis ins hohe Alter und sie können die Energie- und Nahrungsgrundlagen auch für eine wachsende Weltbevölkerung sichern.
Da diese Entwicklung aber auch Risiko- und Missbrauchspotentiale beinhaltet, dürfen die Unterrichtsinhalte nicht wertfrei vermittelt werden.
Es kann verhängnisvoll sein, wenn man Antworten auf Fragen der Naturwissenschaften allein Wirtschaft, Wissenschaft und Politik überlässt und darauf verzichtet, schon als junger Mensch und später als mündige Staatsbürgerin oder mündiger Staatsbürger selbst mitzudenken.
Als ehemaliges mathematisch - naturwissenschaftliches Gymnasium wollen wir möglichst vielen Schülerinnen und Schülern einen breiten und gründlichen Einstieg in diese Fächer ermöglichen, sie ermuntern, sich mit Naturwissenschaft zu beschäftigen und ihre Entdeckerfreude fördern.
Der Mathematikunterricht soll dabei insbesondere das genaue Argumentieren, strukturiertes Denken und die Analyse komplexer Situationen auch im Alltag vermitteln.
Auch für die jungen Menschen, die später keinen naturwissenschaftlichen Beruf ergreifen, müssen wir Grundwissen aufbauen. Es ermöglicht ihnen, kritisch und verantwortlich zu Fragen Stellung zu nehmen, für deren Diskussion Kenntnisse über naturwissenschaftliche Zusammenhänge erforderlich sind.
Als Bürgerinnen und Bürger sollen sie in den unterschiedlichsten beruflichen Positionen verantwortlich entscheiden und sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzen.
Die Koketterie mit dem eigenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Unverstand ist auch für angehende Geisteswissenschaftler nicht mehr zeitgemäß.
Umgekehrt sollen auch die naturwissenschaftlich orientierten Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert werden, dass die Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften eigene Fragen und eigene Antworten zu den Phänomenen und Problemen unserer komplexen Welt haben und dass nur die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation diese unterschiedlichen Zugänge gemeinsam wirksam werden lassen.

10. Lernfeld "Fremdsprachen/Internationale Erfahrungen":
Auf das zusammenwachsende Europa und die beruflichen Anforderungen der Globalisierung vorbereiten

Erfolg wird künftig in noch stärkerem Maße nicht mehr nur von fachlichen Qualifikationen bestimmt sein. In allen Berufsfeldern wird man zusätzlich die Fähigkeit erwarten, Vorstellungen und Positionen nicht nur in der eigenen Sprache klar formulieren zu können, sondern auch in der Muttersprache internationaler Verhandlungspartner. In vielen "deutschen" Unternehmen ist Deutsch längst nicht mehr wichtigste Arbeitssprache. Zur Voraussetzung von "Karrieren" gehört schon heute die Bereitschaft, bestimmte Abschnitte des Berufsweges in Unternehmensgliederungen weltweit zu absolvieren und sich dort auch mit der Kultur des jeweiligen Landes auseinander zu setzen.
Das breite Fremdsprachenangebot am GAT (Englisch oder Französisch als Anfangsprache, später Latein, Spanisch, Italienisch) liefert dazu die Grundlage. Wir bieten unseren Schüler/inne/n aber zusätzlich die Möglichkeit, international anerkannte Fremdsprachenzertifikate (APIEL, DELF) zu erwerben, und bereiten sie auf die Prüfungen vor. Mit diesen Zertifikaten können sie sich unmittelbar an einer ausländischen Universität einschreiben.
In der Jahrgangsstufe 9 fahren alle Schüler/innen ins benachbarte Ausland, erproben die im Unterricht erworbenen Fähigkeiten vor Ort und erleben ein Stück Landeskunde live. Wir pflegen Partnerschaften und tauschen Schüler aus mit Schulen in England, Frankreich, den USA, Kanada und demnächst auch Australien und ermuntern ausdrücklich zu längeren Auslandsaufenthalten in der Jahrgangsstufe 11. Wir leisten Hilfestellung bei der Vermittlung solcher Aufenthalte (ggfls. auch an den Partnerschulen).

11. Lernfeld "kulturelle Mitgestaltung":
Mit Theateraufführungen, Konzerten und Ausstellungen sich öffentlich erproben und das Schulleben bereichern

Neben der rationalen Durchdringung ermöglicht das künstlerische Gestalten andere Formen des Verstehens. Die Freude am künstlerischen Arbeiten und der Mut, sich mit dem Ergebnis eines Gestaltungsprozesses der öffentlichen Diskussion zu stellen, legen neue und oft unvermutete Dimensionen eigenständiger Persönlichkeiten frei. Die Disziplin und Strenge, aber auch die Einsatzbereitschaft, die junge Menschen für das Erlebnis des gemeinsamen künstlerischen Erfolges aufwenden, überraschen immer wieder Eltern und Mitschüler/innen und belohnen den Einsatz, den Lehrer/innen dazu beisteuern.Die Muße zu ästhetischem Genuss an den Werken anderer ist unterstützungswürdig:
Das "Theater am Altenforst" und die "Altenforst-Konzerte" besitzen eine jahrzehntelange Tradition. Die mittlerweile mehr als 20 Theateraufführungen wurden bei Wettbewerben vielfach prämiert und waren nicht nur für die Mitwirkenden vor und hinter der Bühne, sondern auch für die Zuschauer/innen Höhepunkte des Schullebens.
Die "Altenforst-Konzerte", inzwischen mehr als 30, bieten den Schüler/innen ein Podium, die eine Instrumentalausbildung außerhalb der Schule erhalten. Sie haben in den letzten Jahren aber auch gezeigt, wie genau beim a-cappella-Gesang die Jugendlichen aufeinander hören können, die vermeintlich Musik nur lieben, wenn sie laut ist. Durch die Einladung hervorragender Ensembles (Bundesjugendorchester, Landesjugendorchester) möchten wir zusätzlich jugendliche Hörgewohnheiten überschreiten und denen das Hörerlebnis "Konzert" vermitteln, die dazu familiär nicht den Anstoß bekämen.
Künftig sollen Vernissagen innerhalb und außerhalb der Schule auch den bildnerisch Begabten Anstoß und Motivation über den Unterricht hinaus sein.

12. Lernfeld Sport und Gesundheitserziehung:
Bewegung zur gesunden Gewohnheit entwickeln, zum verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper anleiten

In einer Zeit, die uns zur Bewältigung des Alltags immer weniger körperlichen Einsatz und Bewegung abverlangt, wollen wir daran erinnern: Geist und Körper können nur miteinander leben. Eine einseitige Sichtweise und Förderung würde daher die Ganzheitlichkeit des Menschen vernachlässigen. So ermöglichen uns hervorragende Sportanlagen (LA-Halle mit Kletterwand, Rasenplatz und Beachvolleyballanlage auf dem Schulgelände) und eine ausgezeichnete Geräteausstattung (z.B. auch Inline-Skates), den Schüler/inne/n vielfältige über den bisherigen Sportartenkanon hinausgehende Bewegungserfahrungen zu vermitteln und Bewegungsfreude erleben zu lassen. Außerhalb des Sportunterrichts bietet der Pausensport aktive Erholung von kopflastigem Unterricht, eröffnen Sportarbeitsgemeinschaften vertiefende Erfahrungen in unterschiedlichen Sportbereichen, vermitteln Sport- und Spielfeste das Erlebnis der eigenen Leistung im sozialen Umfeld. Klassenfahrten in der Jahrgangsstufe 7 mit sportlichem Schwerpunkt (Skilauf, Segeln oder Kanufahren) erweitern in einem für motorisches Lernen sensiblen Alter das Bewegungsrepertoire durch völlig neue Reize. Sie verdichten sich mit dem Landschafts- und Gruppenerlebnis zu einer prägenden Erinnerung.
In Zusammenarbeit mit anderen Fächern (Biologie, Sozialwissenschaften, Geographie etc.) trägt das Fach Sport dazu bei, dass unsere Schüler/innen in Themenfeldern wie "gesunde Lebensführung", "aktive Freizeitgestaltung", "verantwortlicher Umgang mit Ressourcen" Kenntnisse erarbeiten und praktische Erfahrungen sammeln. Diese Kenntnisse und Erfahrungen tragen Früchte: Fast die Hälfte unserer Schüler/innen kann ihre körperliche Fitness durch den Erwerb des Sportabzeichens nachweisen.

13. Schule und Elternhaus:
Gemeinsam erziehen, miteinander die Lernbedingungen am GAT entwickeln und sichern

Bildung und Erziehung der Schüler/innen können in einer Zeit schwindender Wertorientierungen mehr denn je nur gelingen, wenn Elternhaus und Schule partnerschaftlich zusammenarbeiten und sich wechselseitig unterstützen. Das gilt insbesondere für die Entwicklung unverzichtbarer Tugenden wie Anstrengungsbereitschaft, Selbstdisziplin und Respekt vor den Rechten anderer. Neben Verständnis für die Schwierigkeiten der Herausbildung einer eigenständigen Persönlichkeit brauchen die Jugendlichen ebenso das Korrektiv einer den eigenen Standpunkt relativierenden Perspektive mit der Bekräftigung unliebsamer, aber berechtigter Forderungen, denen sie sich allzu oft entziehen möchten. In den notwendigen Auseinandersetzungen der Schüler/innen mit Schule und Elternhaus sollten Elternhaus und Schule ihnen, aber auch dem Erziehungspartner mit beidem zur Seite stehen. Der Verständigung über die gemeinsame Aufgabe dienen neben den Mitwirkungsgremien unterschiedliche formelle und informelle Begegnungsmöglichkeiten. Über aktuelle Entwicklungen informiert die Schule regelmäßig in GAT-AKTUELL und auf ihrer Homepage www.altenforst.de.
In der derzeitigen Situation öffentlicher Haushalte kann die für eine zukunftsorientierte Ausbildung notwendige Ausstattung aus dem Schulbudget allein nicht finanziert werden. Da wir am GAT hinter den Zukunftsnotwendigkeiten nicht zurückbleiben wollen, unternimmt die Schule Anstrengungen zur Akquisition zusätzlicher Mittel (Altenforst-Akademie, Einnahmen aus Veranstaltungen, Wettbewerbe, Sponsoren). Sie kommt aber auch dann nicht ohne die tatkräftige (Renovierungsmaßnahmen) und finanzielle Unterstützung der Eltern aus. Für letztere bietet vor allem die Mitgliedschaft im "Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen des GAT" jedem Elternhaus eine seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit angepasste Möglichkeit.

14. Die Aufgaben der Geistes- und Sozialwissenschaften

Die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer stellen sich der Aufgabe, Methoden und Kenntnisse zu vermitteln, die es den Schülerinnen und Schülern unserer Schule ermöglichen, selbst nachdenken zu lernen, eigene und historische Erfahrungen zu berücksichtigen, Vor- und Nachteile im Persönlichen sowohl lokal als auch global abzuwägen; Entscheidungen unter Berücksichtigung der Regeln gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens zu treffen, um die Gestaltungsmöglichkeiten in unserer Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft verantwortungsbewusst wahrzunehmen.

15. Umsetzung, Kritik und Evaluation:
Schwerpunkte der Bildungs- und Erziehungsarbeit miteinander festlegen, fortlaufend überprüfen und an veränderte Bedingungen anpassen

Dieses Schulprogramms ist von den Mitwirkungsgremien des GAT im Mai 2001 beraten, gebilligt und am 00.00.2001 von der Schulkonferenz bestätigt worden.
Die Schwerpunktsetzungen können auf Antrag eines Mitwirkungsgremiums jederzeit überprüft, sie müssen in Zielen und Maßnahmen regelmäßig veränderten Bedingungen angepasst werden. Zu solchen veränderten Bedingungen gehört vor allem auch eine weitere Verschlechterung der Kennziffern, nach denen die Personalausstattung der Schule z.Z. bemessen wird, oder eine tatsächliche personelle Besetzung, die ständig hinter diesen Kennziffern zurückbleibt oder den fachspezifischen Bedarf nicht abdeckt.
Die Entscheidungsfreiheit der Schule im Rahmen eines garantierten Personalbudgets ist unerlässliche Voraussetzung für die Umsetzung dieses Schulprogramms.


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