Schulprogramm

Präambel

Seit das Gymnasium Zum Altenforst (GAT) im Jahr 1961 als mathematisch-naturwissenschaftliches Jungengymnasium gegründet wurde, haben sich die Institution Schule und damit auch das GAT als Folge umfangreicher gesellschaftlicher Entwicklungen grundlegend gewandelt. Insbesondere seit 2001, dem Jahr, in dem Eltern, Lehrer- und Schülerschaft das letzte Schulprogramm verabschiedeten, haben sich Unterrichtskonzeption und –struktur sowie die Schulorganisation des GAT maßgeblich verändert und die Formulierung eines neuen Schulprogramms notwendig und wünschenswert gemacht.

Ein Schulprogramm ist mehr als eine Absichtserklärung zur Umsetzung gesetzlicher Vorhaben. Nach unserem Verständnis vereinigt ein Schulprogramm die wesentlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Eltern, Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer einer Schule gemeinsam den Schulalltag bewältigen und Schule gestalten wollen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass Schule auch in Zukunft offen für neue pädagogische Erkenntnisse und gesellschaftliche Anforderungen sein muss. Dieses Schulprogramm markiert daher nur einen Zwischenschritt, mit dem das GAT einer vielfältigen Schülerschaft den Weg zu lebenslangem Lernen und Emanzipation in sozialer Verantwortung als Voraussetzungen für persönliches Glück und beruflichen Erfolg weist. Wir halten die Aspekte

für die Kernbereiche unseres Schullebens und formulieren in unserem Schulprogramm, wie wir uns ihre Ausgestaltung jetzt und in naher Zukunft vorstellen.

Troisdorf, im Juni 2012

 

Lesen Sie hier unser Glossar


 

Leitbild

Das Gymnasium zum Altenforst Troisdorf versteht sich als Schule, in der gegenseitige Wertschätzung die Grundlage des gemeinsamen Lernens, Lehrens und Erlebens ist. Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern werden als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und mit ihrem individuellen Charakter respektiert. Dieser Respekt ist keiner Hierarchie geschuldet, sondern entsteht aus der Achtung jedes einzelnen als Mensch. Dazu gehört, sich aufmerksam wahrzunehmen, sich auf Augenhöhe zu begegnen und eigene Grenzen und die Grenzen des Gegenübers anzuerkennen.

Wir am GAT verstehen uns als Schule, an der sich jede und jeder in den oben skizzierten Grenzen selbst entfalten darf. Wir setzen großes Vertrauen in die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Hierbei sind uns die Entwicklung von Eigeninitiative und die Übernahme von Verantwortung wichtig. Wir unterstützen die Entwicklung zu selbständigem und mündigem Denken und zur Übernahme sozialer Verantwortung. Insbesondere wollen wir die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, zunehmend selbstständig  eigene Lernwege zu erkunden, Kenntnisse zu erwerben und zu vertiefen oder eigene Lernschwerpunkte auszubilden. Manche Entwicklung fordert Geduld. Allen soll der Platz für Entfaltung gegeben werden, um das eigene Lernprinzip zu finden. Bei diesem Prozess soll keiner allein gelassen werden, wir bieten die notwendige Unterstützung an.

 

Lernen

Schule ist ein Ort des Lernens.
Schülerinnen und Schüler wollen die Welt entdecken, ihre eigenen Fragen an die Welt stellen und die Antworten darauf selber suchen.
Eltern wünschen sich eine fundierte Ausbildung für ihre Kinder, die gute Startbedingungen und eine solide Grundlage für ihren späteren beruflichen Erfolg erhalten sollen.
Die Lehrerinnen und Lehrer am GAT versuchen diesen Anforderungen gerecht zu werden. Als Gymnasium wollen wir die Kinder zur allgemeinen Hochschulreife führen.
Lernen ist ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung mit der Welt. Jeder Schüler und jede Schülerin übernimmt Verantwortung für den eigenen Lernprozess.

Dazu gehört:

  • eigene Ziele zu setzen, zu formulieren und zu erreichen
  • die eigenen Bedürfnisse und Begabungen zu erkennen und nach diesen zu arbeiten
  • eigene Lernwege zu entdecken
  • sich kritisch mit Informationen auseinander zu setzen
  • Erfolge wahrzunehmen
  • Hilfen anzunehmen
  • Rückschläge zu verarbeiten
  • den Mut zu haben Fehler zu machen
  • Frustrationen zu überwinden
  • Dinge immer wieder auszuprobieren („dranzubleiben“)
  • Selbstwirksamkeit zu erleben
  • mit verschiedenen Methoden das Lernen zu lernen.

Die Schule und insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer begleiten und unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Lernen und eröffnen ihnen verschiedene Perspektiven auf die Welt.

Dazu gehört:

  • Raum und Zeit zum Lernen zu geben
  • eine angenehme Lernumgebung herzustellen
  • den Schülerinnen und Schülern Vertrauen entgegenzubringen
  • Lernanreize zu schaffen
  • Lernarrangements zu kreieren und die Funktion eines Lernberaters einzunehmen
  • Motivation für vorgegebene Ziele zu schaffen
  • gesellschaftliche Anforderungen wie Lernstandards zu den Anliegen der Schülerinnen und Schüler zu machen
  • unterschiedliche Lernwege aufzuzeigen und zu ermöglichen
  • Unterschiedlichkeit zuzulassen
  • Fehler zu tolerieren
  • komplexe Sachverhalte angemessen zu vereinfachen
  • Fragen zuzulassen
  • zum kooperativen Lernen anzuregen
  • soziales Lernen zu fördern und einzufordern
  • Feedback zu geben
  • Leistungen zu bewerten.

Wie wir am GAT uns das Lernen praktisch vorstellen

Lernen ist ein individueller Prozess. Jeder Lernende hat seinen eigenen Zugang zum Lerngegenstand, benötigt seine eigene Zeit, um den Lerngegenstand zu durchdringen und anzuwenden, braucht bestimmte äußere Umstände und bedarf persönlicher Hilfen und Anstöße, um besonders effektiv zu lernen und seine Lernprozesse zunehmend selbstständig und eigenmotiviert zu organisieren.

Diesen Aspekten des Lernens tragen wir am GAT dadurch Rechnung, dass wir Kindern schon in der Erprobungsstufe Raum und Zeit geben, im eigenen Tempo und Anforderungsniveau (etwa beim Unterricht mit den Arbeitsplänen) und an selbst gewählten Orten (an den Lernorten im Klassenraum, in den Nebenräumen, an den Tischen am Flur, im SLZ) zu arbeiten. Mit der Zeit und in von den Lehrkräften begleiteter Reflexion erschließen sich den Schülerinnen und Schülern so zunehmend die Kenntnis der eigenen Lernwege und die Umstände optimalen Lernens. Schülerinnen und Schüler werden so befähigt, die mediale Ausstattung unserer Schule sachgerecht zu nutzen, Informationen aufzunehmen, Wichtiges von weniger Wichtigem zu unterscheiden, Inhalte sachlich angemessen und selbstbewusst zu präsentieren.

Lernen ist für uns mehr als bloße Wissensvermittlung. Es geht um ein Lernen auf verschiedenen Ebenen. Dem sozialen Lernen weisen wir einen hohen Stellenwert zu. Es geht darum, voneinander und miteinander zu lernen, zu lernen, auf wen man sich verlassen kann, und zu zeigen, dass man sich aufeinander verlassen kann. Wir wollen die Teamfähigkeit schulen. Uns ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr Tun übernehmen. Arbeitsformen wie Gruppenarbeit sollen das individuelle und kooperative Lernen fördern. Elemente der Anleitung sind auch wichtige Elemente des Lernprozesses. Ohne hinführende Worte der Lehrerin oder des Lehrers lassen sich manche Sachverhalte nicht bearbeiten.

Leistungsstarke werden gefordert, indem ihnen zusätzliche Angebote (unter Umständen auch mit externen Kooperationspartnern) gemacht werden, und die Schwächeren werden gefördert. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen von Schule müssen immer wieder die Schrauben gefunden werden, an denen man noch stellen kann, um Lernen für alle zu optimieren.

Die Lehrerinnen und Lehrer sind Moderatoren dieses Lernprozesses. Sie wollen mit ihren fachlichen und menschlichen Kompetenzen Antworten auf die Fragen geben können, die die Schülerinnen und Schüler stellen.

Auf diese Art gestalten wir das GAT zu einem Ort des Lernens.

 

Unterrichtsstruktur

Wir am GAT sind der Ansicht, dass Schule Strukturen schaffen muss, die es ermöglichen, dass Schülerinnen und Schüler

  • Unterrichtsinhalte selbstständig und eigenverantwortlich erarbeiten
  • in ihrem eigenen Lerntempo Lernerfolge haben
  • Pausenzeiten und Pausenräume erhalten, die Gelegenheit zur Regeneration geben
  • eine stabile Beziehung zu ihren Lehrerinnen, Lehrern, Mitschülerinnen und Mitschülern aufbauen können
  • ihre zeitliche Belastung im Wochenverlauf sinnvoll rhythmisieren.

Aus diesem Grund haben wir einige grundlegende Veränderungen in der Unterrichtsorganisation herbeigeführt. Unsere Unterrichtsstunden haben jetzt 60 Minuten mit der Konsequenz, dass

  • innerhalb eines klaren curricularen Rahmens die Verantwortung für den Lernprozess über weite Strecken dem Schüler oder der Schülerin übertragen werden kann
  • Übungsphasen und Phasen selbstständiger Erarbeitung in die schulische Lernzeit integriert werden und Hausaufgaben in der herkömmlichen Form wegfallen
  • die Möglichkeit besteht, schüleraktivierende Methoden einzusetzen, die die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler förder
  • man nicht aufhören muss, wenn man gerade angefangen hat – der erweiterte Unterrichtsrahmen weniger  „lose Enden“ schafft
  • mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, Kompetenzen im Bereich der Problemlösung auszubilden
  • durch eine geringere Anzahl an Fächern pro Tag die Konzentration der Schülerinnen und Schüler auf wenige Inhalte gefördert wird
  • Lehrerinnen und Lehrer sich während des Unterrichts auch einzelnen Schülerinnen und Schülern zuwenden können.

Unsere Wechselpausen dauern 10 Minuten, die erste große Pause 25 Minuten, die Mittagspause 60 Minuten. In Folge dessen

  • ist der Schulalltag merkbar entschleunigt
  • haben die Schülerinnen und Schüler Raum zu Erholung und Entspannung

Unser Schulgebäude und die Türen der Klassenzimmer stehen in der Regel offen. Die Flure sind ebenso wie die Klassenzimmer Lernorte. Wir verzichten auf Klingelzeichen. So kann

  • das ganze Schulgebäude Lernort sein und viele Möglichkeiten über die Klassenräume hinaus bieten
  • verantwortliches Verhalten eingeübt werden, wenn für die Schülerinnen und Schüler „ihr“ Schulgebäude und ihr Klassenraum jederzeit, auch in den Pausen, zugänglich sind und nicht vor ihnen verschlossen gehalten werden
  • alle die Schule als „Haus des Lernens“ und nicht als eine Zwangsanstalt erleben, die man nur zur Unterweisung öffnet und ansonsten verschlossen hält.

 

Leistungskonzept

Um den Schülerinnen und Schülern eine klare Orientierung darüber zu geben, wie am GAT Schülerleistungen bewertet und besondere Schülerleistungen gewürdigt werden, hat das GAT ein Leistungskonzept formuliert. Damit legt das GAT seine Kriterien zur Notenfindung offen und gestaltet die Bewertung von Leistungen für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für Eltern und Fachkolleginnen und Fachkollegen nachvollziehbar, transparent und einheitlich. Das Leistungskonzept beschreibt auf der Grundlage der Fachcurricula die an unserer Schule verabredeten und damit verbindlichen Kennzeichen fachlicher Leistungen. Die Fachschaften am GAT tragen dafür Sorge, dass diese einheitlichen Kriterien zur Leistungsbewertung angelegt und eingehalten werden. Zur Gewährleistung der entsprechenden Leistungsanforderungen und Standards innerhalb der Schule finden regelmäßig Absprachen von parallel unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen statt. In diesem Rahmen erfolgt ein Austausch von Klassenarbeiten, Klausuren und Arbeitsmaterialien.

 

Individuelle Förderung

In einer Schule begegnen sich viele junge Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, unterschiedlichen Interessen und Neigungen, unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Diesen Unterschieden gerecht zu werden und es jedem Einzelnen zu ermöglichen, sich gemäß seiner individuellen Potentiale zu entwickeln, ist ein sehr hoher Anspruch, dem wir uns durch ständige Weiterentwicklung unserer Lern- und Unterrichtskultur immer weiter nähern wollen.

Ein erster und sehr wichtiger Schritt in diese Richtung war in den vergangenen Jahren die Weiterentwicklung der Inneren Differenzierung des Unterrichts. Am GAT leben wir eine Lernkultur, die es jeder Schülerin und  jedem Schüler ermöglicht, gemäß dem individuellen Lerntempo zu arbeiten (vgl. Kapitel Lernkultur). Hier war und ist das GAT Vorreiter und nimmt daher in der Region eine wichtige Leuchtturmfunktion ein.

Ein weiterer Baustein der individuellen Förderung am GAT ist die äußere Differenzierung, die ergänzend zur Binnendifferenzierung im Regelunterricht gezielte Angebote sowohl im Rahmen der Lernschwächenkompensation als auch zur Förderung besonderer Begabungen und Talente ermöglicht. Für die Lernschwächenkompensation geben Zusatzstunden im Ganztagsunterricht als Lernzeit die Möglichkeit, an eigenen Schwerpunkten noch einmal gezielt selbst zu arbeiten. Darüber hinaus bietet das GAT im Rahmen des Ganztages zusätzliche Förderstunden in den Hauptfächern an. Ganz wichtig ist aber auch die individuelle Betreuung von Schülerinnen und Schülern durch das Programm „Schüler helfen Schülern“.  Auch dieses schon erfolgreich laufende Konzept soll in Zukunft am GAT noch weiter ausgebaut und professionalisiert werden.

Für die Chancengleichheit in der Bildung ist aber auch die schulische Förderung besonderer Begabungen und Talente von großer Bedeutung. Im Rahmen der Begabtenförderung wollen wir daher unseren Schülerinnen und Schülern Wege aufzeigen, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Bildungschancen zu ergreifen. Dazu wurden in der Vergangenheit bereits wichtige Ausgangsbedingungen geschaffen. Das GAT verfügt über ein weit überdurchschnittlich ausgestattetes Selbstlernzentrum, das für eigenständiges Arbeiten und Lernen während der Unterrichtszeit zur Verfügung steht. Ebenso ermutigen wir unsere Schülerinnen und Schüler an Wettbewerben teilzunehmen, denn die Bearbeitung eigener Projekte im Rahmen der Wettbewerbsarbeiten ist eine sehr gute Möglichkeit, die eigenen Begabungspotentiale zur Leistungsentfaltung zu bringen. Schülerakademien und Schüleraustauschprogramme fördern nachhaltig die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Gemeinsam mit Eltern wollen wir am GAT unsere Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, Chancen zu ergreifen und sie dabei bestmöglich unterstützen.

Ein weiterer Baustein unseres Konzepts zur Förderung besonderer Schülerfähigkeiten und -interessen ist die Altenforst-Akademie. Das hinter der Altenforst-Akademie stehende Konzept beruht auf dem Prinzip, Schülerinnen und Schülern der Oberstufe schon während der Schulzeit die Chance zu geben, als Lehrkräfte für bestimmte EDV-Themen Fortbildungen anzubieten. Sie lernen so, Verantwortung zu übernehmen und professionelle Fähigkeiten in einem realen Zusammenhang einzusetzen und zu entwickeln und damit Schule für das berufliche Leben zu öffnen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten für ihre Tätigkeiten neben einem angemessenen Honorar, das sich aus dem Teilnehmerentgelt der Kunden speist, ein Arbeitszertifikat und wertvolle Einblicke in die administrativen Abläufe bei der Durchführung von Fortbildungskursen.

 

Ganztagsangebot

 

Seit dem Schuljahr 2010/11 wird das GAT als gebundene Ganztagsschule geführt. Die Stunden, die über die für jedes Gymnasium vorgeschriebenen Kernlernzeiten hinausgehen, werden verschiedenen Bereichen zugeordnet. In Klasse 5 stehen hier z.B. drei Wochenstunden zusätzlich zur Verfügung.

Ausgehend von unseren pädagogischen Leitlinien möchten wir hier versuchen, unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden, dem Lernen Zeit zu geben und jedes Kind mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen in den Blick zu nehmen. Wir unterbreiten Angebote, die im Halbtagsbetrieb keinen Platz finden. So fördern wir das „Soziale Lernen“ in einer zusätzlichen Klassenlehrerstunde mit Programmen wie z.B. Lions Quest.

Außerdem können die Schülerinnen und Schüler nach Beratung durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer im Rahmen eines Förder- und Forderbandes, das derzeit als Ganztagsstunde (GTS-Stunde) in den Stundenplänen auftaucht, an selbst zu wählenden Arbeitsgemeinschaften teilnehmen oder im selbst gewählten Förderunterricht individuelle Lernschwierigkeiten vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch aufarbeiten.

Die Stundentafel ist in Klasse 5 um eine Wochenstunde „Einführung in die Informatik“ ergänzt. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten einen Account auf unserem Schul-Server und werden in Medienkompetenz geschult.

Die Schülerinnen und Schüler können die 60-minütige Mittagspause dazu nutzen, um in der Mensa ein Essen einzunehmen oder sich - je nach persönlichem Bedürfnis - zu entspannen oder auszutoben, etwa im Motorikpark oder beim Pausensport in der Turnhalle, damit in den nachfolgenden Stunden effektives, sinnvolles Lernen fortgesetzt werden kann. Außerdem bieten die Paten der Oberstufe vielfältige Pausenaktivitäten in den Klassenräumen an.

„Hausaufgaben“ werden als individuelle Lernzeiten (LZ) in das Gesamtkonzept des Ganztags integriert, sodass es möglichst keine Aufgaben mehr gibt, die zu Hause erledigt werden müssen. Der Umfang der zu erledigenden Aufgaben wird von den Lehrerinnen und Lehrern so gewählt, dass die Schülerinnen und Schüler in der Regel die Aufgaben im Unterricht und anderen Phasen selbstständigen Lernens in der Schule (z.B. in den LZ-Stunden) erledigen können. Zu den Aufgaben, die noch zu Hause erledigt werden müssen, gehören das tägliche Lernen von Vokabeln in den Fremdsprachen, das gelegentliche Vorbereiten und Ausarbeiten von (Wochen- oder Monats-) Projektarbeiten sowie die Vorbereitung auf Leistungsüberprüfungen.

 

Soziales Miteinander

Lernen und Lehren sind nur in einem funktionierenden sozialen Umfeld effektiv. Auch deswegen ist uns ein funktionierendes soziales Miteinander wichtig. Lehrerinnen, Lehrer und Eltern wollen die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, soziale Verantwortung zu übernehmen und solidarisch mit Benachteiligten zu sein, sowohl im unmittelbaren schulischen Umfeld als auch an entfernten Orten dieser Welt.

Neben dem alltäglichen Zusammensein, das von allen Beteiligten gemeinsam bewältigt wird, gibt es unterschiedliche Konzepte sozialen Lernens, die für die Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Zeitpunkten ihrer Schullaufbahn greifen und den Umgang miteinander fördern sollen.

Unser Klassenfahrten-Konzept sieht in Klasse 5 eine Fahrt zum Sozialen Lernen („WWK – Wir werden Klasse“) vor, das die neu entstandene Klassengemeinschaft stärken und das Bewusstsein für Toleranz und Rücksichtnahme vertiefen soll. Hier erfahren die Schülerinnen und Schüler in gemeinsamen Aktivitäten etwas über ihre eigenen Stärken und Schwächen und üben den respektvollen Umgang miteinander ein. Die Schülerinnen und Schüler versuchen bei komplexen Problemstellungen gemeinsam Ziele mit Hilfe ihrer individuellen Kompetenzen zu erreichen.

In Klasse 7 fahren alle Schülerinnen und Schüler zum Skifahren nach Obertauern. Sie erhalten die Gelegenheit ihre erprobte Klassengemeinschaft zu festigen, sich selber bei einer für die meisten neuen Sportart zu beweisen und auch die Mitschülerinnen und Mitschüler aus einer anderen Perspektive neu kennen und schätzen zu lernen. Sie erleben so Möglichkeiten und Grenzen, eigene und die des Gegenübers, und erfahren in der Jahrgangsstufe eine neue Art des sozialen Miteinanders auch über den eigenen Klassenverband hinaus.

Die Klassenfahrt in Jahrgangsstufe 9 bildet den Abschluss der Sekundarstufe I vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe, in der es keine Klassenverbände mehr gibt.

Bei den Studienfahrten der Leistungskurse in der Jahrgangsstufe 12 verschiebt sich der inhaltliche Fokus naturgemäß auf andere Aspekte. Aber auch hier bildet das gemeinsame Erleben und Verarbeiten kultureller Eindrücke einen wesentlichen Bestandteil.

Viele dieser Fahrten und Aktivitäten organisieren wir im Rahmen der „Sonderwoche“ vor den Herbstferien. Die Klassen, die nicht an einer Fahrt oder am Praktikum teilnehmen, sollen an auf die jeweilige Jahrgangsstufe abgestimmten Projekten arbeiten. Auch hier wird der Stärkung des sozialen Miteinanders ein großes Gewicht beigemessen, sei es bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten oder dem Erstellen und Organisieren von Projektpräsentationen.

Unsere Fünftklässler werden zu Beginn ihrer Schullaufbahn am GAT von Paten aus der Oberstufe begleitet, die bewusst diese Aufgabe übernehmen. Sie erleichtern das Ankommen an der neuen Schule, indem sie im Rahmen des Ganztagskonzepts z.B. Mittagspausenangebote machen. Einige von ihnen werden auch in der Streitschlichtung ausgebildet.

Unterstützt wird der soziale Lernprozess auch z.B. durch das Programm „Lions Quest“, ein Konzept zum Erwachsenwerden, mit dem die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer arbeiten. Dabei nehmen die Klassenlehrerinnen und –lehrer eine wichtige Position bei der Koordination des sozialen Miteinanders ein, indem sie Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler sind und aufmerksam die Schullaufbahn der ihnen anvertrauten Kinder begleiten.

Im Bereich des sozialen Miteinanders ist auch eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern, der Schülervertretung (SV) und der gesamten Schülerschaft von großer Bedeutung. Obwohl im Laufe der Schulzeit mit dem Erwachsenwerden unserer Schülerinnen und Schüler der direkte Kontakt der Eltern mit der „Institution Schule“ zurückgehen mag, bleiben doch viele Kontaktpunkte über den klassischen Elternsprechtag und die Elternpflegschaftssitzungen hinaus bestehen. Eltern von „aktiven“ und ehemaligen Schülerinnen und Schülern begleiten etwa Klassen und Kurse auf Fahrten oder unterstützen den Förderverein und geben damit ein Beispiel für die Übernahme sozialer Verantwortung.

 

Elternarbeit

Schule profitiert in allen Bereichen von einer aktiven, offenen und intensiven Beteiligung aller am Schulleben. Dieser Aufwand lohnt sich für die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Wir halten es für wünschenswert, dass Eltern und Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam ein Team bilden, das optimale Bedingungen für die persönliche Entwicklung und das fachliche Lernen für die Schülerinnen und Schüler schafft. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer müssen auch intensiv zusammenarbeiten und Hilfestellungen anbieten, wenn Schülerinnen oder Schüler in ihrer Entwicklung gehemmt werden und der Lernprozess gefährdet ist. Wir wollen den Mut haben, solche Situationen gemeinsam mit den Kindern zu besprechen, und bei einem notwendigen Maß an Offenheit Vertraulichkeit zu gewährleisten und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Die Einbindung der Eltern in ein funktionierendes Schulleben ist für alle Beteiligten mit viel Arbeit, Aufwand und Beharrlichkeit verbunden. Es bedeutet

für die Lehrerinnen und Lehrer, dass sie

  • die Eltern in regelmäßigen Abständen nicht nur über den Leistungsstand ihres Kindes informieren, sondern auch über ihre Wahrnehmung der persönlichen Entwicklung des Kindes sowie über wichtige Veranstaltungen in der Klasse und in der Schule
  • in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus aktiv am Erziehungsprozess der Kinder teilnehmen.

für die Eltern, dass sie

  • viel Zeit und Energie aufwenden müssen, um die Entwicklung ihres Kindes im Lebensbereich Schule aktiv zu begleiten
  • durch ihre Erziehung schulische Ziele unterstützen, indem sie z.B. mit den Lehrerinnen und Lehrern über Lernprobleme und –fortschritte ihrer Kinder ins Gespräch kommen
  • die Lehrerinnen und Lehrer aktiv am Erziehungsprozess ihrer Kinder beteiligen
  • auf eine gesunde Lebensweise ihrer Kinder achten, so zum Beispiel auch Probleme mit dem Essen in der Mensa kommunizieren, um Qualität und Variabilität des Essens auf einem angemessen hohen Standard zu garantieren.

für die Schülerinnen und Schüler, dass sie

  • ihre Verantwortung für den eigenen Lernprozess wahrnehmen
  • dazu beitragen, dass Informationen zwischen Schule und Elternhaus reibungslos ausgetauscht werden können
  • Eltern und Lehrerinnen und Lehrer als Team wahrnehmen, das zu ihrem Wohl agiert.

Grundlage für eine funktionierende Kommunikation zwischen Schule und Eltern sind die Kontaktdaten (Telefonnummer, Anschrift, Email-Adresse), die jederzeit auf dem aktuellen Stand sein sollten. Die Lehrerinnen und Lehrer sind über ihre Email-Adresse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erreichbar. Weitere Informationen hierzu stehen auf der Altenforst-Homepage. Über Änderungen der Kontaktdaten von Schülerinnen, Schülern und Eltern muss die Schule direkt informiert werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Eltern, Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler über Kommunikationsforen Probleme, die die gesamte Schule betreffen, diskutieren und mögliche Lösungen entwickeln können. Solche Foren sind etwa die Schüler-Eltern-Lehrer-(SchEL)-Gruppe, die Klassen- und Schulpflegschaften, die Schulkonferenz, aber auch virtuelle Einrichtungen wie Diskussionsforen, die über die GAT-Homepage geschaltet sind. Um langfristig gemeinsame Aktivitäten planen und koordinieren zu können, werden die wichtigen Termine am GAT in einem Veranstaltungskalender zum Schuljahresbeginn veröffentlicht und auf der Homepage laufend aktualisiert. Kurzfristige Änderungen und Ergänzungen erscheinen ebenso wie Berichte von Schulereignissen in unserem Newsletter, den sich jeder Interessierte zusenden lassen kann.

Am Kennenlernnachmittag für die neuen Fünftklässler, der traditionell kurz vor den Sommerferien vor der Einschulung ihres Kindes am GAT abgehalten wird, werden Eltern über die Möglichkeit der Partizipation und Mitarbeit von denjenigen Eltern informiert, deren Kinder schon länger an dieser Schule sind. So können sie sich frühzeitig entscheiden, an welchen Arbeitsgemeinschaften sie mitwirken wollen, ob sie sich eine Mitwirkung an einem Projekt der Sonderwoche vorstellen können oder gar eine unmittelbare Einbindung in den Unterricht möglich ist.

 

Regeln und Sanktionen

 Das Leben in der Schule kann nicht konfliktfrei ablaufen. Gruppendynamische Prozesse, die Entwicklung ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten, variierende Auffassungen über Lernwege oder auch die Bewertung von Lernergebnissen verursachen Konflikte, die in dem von der Schule gesteckten Rahmen bearbeitet und gelöst werden müssen. Einen Teil dieses äußeren Rahmens bildet der Schulvertrag ab, den alle Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zu Beginn ihrer Schulzeit am GAT unterschreiben und damit ihr Einverständnis dokumentieren. Der Schulvertrag kann aber nur dann seine Wirkung voll entfalten, wenn alle am Schulleben des GAT Beteiligten konsequent auf die Einhaltung dieser Regeln achten und täglich darum ringen, dass nicht nur die Buchstaben des Vertrages, sondern auch sein Geist mit Sinn und Leben gefüllt werden. Verstöße werden geahndet, Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern, die nicht von den Beteiligten ohne Hilfe von außen gelöst werden können, mit Hilfe (z.B. von Streitpaten) bearbeitet. Sanktionen sollten unmittelbar auf das Fehlverhalten folgen und dem Ziel dienen, den Schülerinnen und Schülern dieses vor Augen zu führen. Konsequenzen sollen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Regelverstoß stehen und der Schülerin oder dem Schüler die Gelegenheit geben, ihr und sein Handeln und dessen Auswirkungen zu reflektieren und Änderungen herbeizuführen. Diese Konsequenzen können auch in einen Dienst an der Schulgemeinschaft münden.

 

Beratung am GAT

Jede Lehrerin und jeder Lehrer kennt Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, die über den Unterricht hinausgehen und sich entweder auf Schulleistungen, Verhalten im Unterricht oder auf Persönliches beziehen. Insofern sind alle Lehrerinnen und Lehrer in irgendeiner Weise auch immer wieder beratend tätig.

Darüber hinaus haben sich einige Kolleginnen und Kollegen auf dem Gebiet der Beratung extern fortgebildet und stehen als Gesprächspartner für Schülerinnen, Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen mit ihren Kompetenzen zusätzlich zur Verfügung.

Diese Arbeit findet oft hinter den Kulissen statt und schützt den Ratsuchenden vor ungefragter Neugier. Für die einzelnen Schülerinnen und Schüler und auch für die Klassen sind diese Gespräche oft entscheidend, da sie aufzeigen, dass in Schule Lernen nicht nur auf der intellektuellen Ebene statt findet, sondern dass es auch Raum gibt für Lernprozesse im sozialen Miteinander.

Persönliche Schülerberatung bietet die Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen auf vertraulicher Basis bei Problemen ganz verschiedener Art. Diese Beratung dient dazu, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, Themen anzusprechen, die im Rahmen von Unterricht keinen Platz haben und die sie in ihrem Selbstverständnis, ihrer Lernmöglichkeit oder ihrem Wohlbefinden in der Klasse stören oder belasten. Auch Krisen durch familiäre oder persönliche Erfahrungen gehören zum Themenbereich der Beratung.

Beratung soll und kann keine Therapie ersetzen. Sie versteht sich eher als zeitlich begrenzte Begleitung und als Hilfe und Vermittlung in Akutsituationen. Daher ist die Zusammenarbeit mit schulnahen Beratungsstellen  wie dem Schulpsychologischen Dienst, dem Jugendamt und anderen Institutionen sehr wichtig.

Teilgruppen- oder Klassenberatung ist die Unterstützung einer Klasse vor allem in Hinblick auf die Themen Ausgrenzung, Mobbing, Klassenzusammenhalt. Dabei ist der Fokus auf die gesamte Klasse gesetzt und orientiert sich eher an dem „System“ als an einzelnen Schülern. Die Zusammenarbeit mit der Klassenleitung ist hier besonders wichtig.

Die kollegiale Fallberatung ist ebenfalls ein Bereich der Beratungsarbeit. Hier geht es in erster Linie um die unterstützende Beratung der tätigen Lehrerinnen und Lehrer.

 

Im Team findet ein regelmäßiger Austausch (Supervision/kollegiale Fallberatung) statt. In allen Beratungssituationen werden selbstverständlich Beratungsgrundsätze wie Freiwilligkeit für alle Beteiligten, gegenseitige Wertschätzung, Gleichberechtigung aller Beteiligten, allseitiger Wille zur Kooperation sowie Schweigepflicht und Vertraulichkeit eingehalten.

 

 

Fächer und Fächergruppen

Deutsch

Das Fach Deutsch leistet den zentralen Beitrag zur Grundbildung der Schülerinnen und Schüler. Die hier eingeübten sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten sind der Schlüssel für alle Lernprozesse, auch außerhalb der Schule. Der Deutschunterricht soll geistige Flexibilität, Phantasie und Kreativität fördern und Konzentrationsfähigkeit, Präzision und Ausdauer als Grundlagen des Lernens und Arbeitens festigen. Abgesehen von der Rechtschreibung greifen z.B. die Fremdsprachen auf Grammatikkenntnisse zurück, die Naturwissenschaften auf Fertigkeiten wie Beschreiben, Berichten oder Protokoll führen, die Gesellschaftswissenschaften auf die Fähigkeit, die eigene Lebenswelt zu reflektieren. Sprache ermöglicht es erst, in der Öffentlichkeit diskutierte Probleme wahrzunehmen, Argumentationen nachzuvollziehen sowie dazu kritisch Stellung zu beziehen. Sie ist daher für die erfolgreiche Teilnahme am späteren Berufsleben grundlegend.

Im Mittelpunkt des Deutschunterrichts am GAT steht die Auseinandersetzung mit Literatur, Sachtexten, Theater und Film sowie mit elektronischen Medien. Stets wird dabei ein enger Lebensweltbezug angestrebt, so z.B. in Form der Vorbereitung auf das Bewerbungsverfahren für das Betriebspraktikum in Klasse 10, von Werbungs- oder Zeitungsprojekten in den Klassen 7 und 8. Die Vermittlung von Werten in der Literatur bietet die Chance, Grundmuster menschlicher Erfah­rungen sowie unterschiedlicher Weltdeutungen und Wertvorstellungen zu verstehen. Durch den Umgang mit verschiedenen Medien lernen unsere Schülerinnen und Schüler so, sich selbst und die Welt besser zu verstehen, ihre Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeiten auszuprägen, Perspektivwechsel durchzuführen und damit vielfältige Möglichkeiten des Fühlens, Denkens und Handelns kennen zu lernen.

Alle Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs streben die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen sowie die Einbeziehung außerschulischer Angebote an. Hierzu gehören Autorenlesungen, Theaterbesuche, Besuche von Bibliotheken und Museen oder die Zusammenarbeit mit örtlichen Buchhandlungen. Um die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 besonders zu fördern, nehmen diese an dem Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. teil. Darüber hinaus bieten AGs (z.B. Theater, Presse) die Möglichkeit, Interessensgebiete zu vertiefen und so wertvolle Beiträge zur Schulkultur beizusteuern.

 

Mathematik und Naturwissenschaften

Verantwortliche Teilhabe an der Gesellschaft erfordert die Kenntnis naturwissenschaftlicher Abläufe und Sachverhalte. Als ehemaliges mathematisch–naturwissenschaftliches Gymnasium wollen wir den Schülerinnen und Schülern daher grundlegende mathematisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen und experimentelle Fertigkeiten vermitteln und sie ermuntern, sich über den Unterricht hinaus mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu beschäftigen. Es ist uns ein zentrales Anliegen, diese Kompetenzen nicht wertfrei zu vermitteln, sondern naturwissenschaftliches Grundlagenwissen auch mit den entsprechenden ethischen und gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zu verknüpfen. Nur so können sich Schülerinnen und Schüler ein eigenes und verantwortungsbewusstes Urteil über Möglichkeiten, Grenzen und Risiken naturwissenschaftlicher Forschung bilden.

Die Schülerinnen und Schüler, die besonders daran interessiert sind

  • selbstständig naturwissenschaftliche Phänomene auch experimentell zu untersuchen
  • eigene Fragestellungen zu formulieren und Problemlösestrategien zu entwickeln
  • selbstständig Gesetzmäßigkeiten zu erforschen und daraus weitergehende Erkenntnisse abzuleiten
  • in Gruppen den Vorteil des naturwissenschaftlichen Diskurses anzuwenden
  • in naturwissenschaftlichen Modellen zu denken
  • den Einsatz moderner Untersuchungsmethoden kennen zu lernen
  • den Einfluss von Naturwissenschaft und Technik auf Umwelt und Gesellschaft zu untersuchen 

wollen wir dabei besonders ermutigen und individuell unterstützen.

Gelegenheiten dazu bieten sich interessierten Schülerinnen und Schülern etwa, indem sie

  • in der GAT-Zoo-AG das Leben exotischer Tiere erforschen
  • in der Netz-AG grundlegende und weiterführende Kenntnisse bei Aufbau und Verwaltung einer Internet-Seite am Beispiel der Schul-Homepage erwerben und anwenden
  • in der Schach-AG logisches Denken spielerisch lernen
  • in der LEGO-Technik-AG mitwirken
  • die mathematischen Knobel-Aufgaben in der Erprobungsstufe bearbeiten
  • in der 9. Jahrgangsstufe im Rahmen des Physik-Unterrichts das School-Lab im DLR Köln-Porz besuchen
  • im Rahmen des Chemie-Unterrichts zur Evonik nach Niederkassel, zum Siegwerk oder zur Firma Bayer nach Leverkusen fahren
  • den Differenzierungskurs Physik-Technik in der Mittelstufe belegen
  • den Differenzierungskurs Biologie-Chemie in der Mittelstufe belegen
  • an Wettbewerben wie dem Känguru-Wettbewerb der Mathematik oder dem Schülerwettbewerb des Kölner Modells teilnehmen
  • am Mathematik-Wettbewerb A-lympiade für Schülerinnen und Schüler der Oberstufen teilnehmen
  • Facharbeiten in der Jahrgangsstufe 11 unter Formulierung spezifisch mathematisch-naturwissenschaftlicher Fragestellungen abfassen
  • in der Oberstufe einen basalen Grundkurs oder vertiefenden Leistungskurs in einem der naturwissenschaftlichen Fächer belegen.

Die Bedeutung der Naturwissenschaften am GAT wird durch die vorbildliche Ausstattung mit Lehrmitteln in diesem Fachbereich unterstrichen und spiegelt sich auch in der Kurswahl der Schülerinnen und Schüler. Neben Mathematik gehören in der Sekundarstufe II Biologie, Physik und Chemie zum ständigen Leistungskursangebot, das durch Informatik als mögliches Abiturfach ergänzt wird.

Fremdsprachen

Unsere Schülerinnen und Schüler wachsen in einer Welt auf, in der Kommunikation mit Gesprächspartnern auf der ganzen Welt selbstverständlich ist und in der Berufswelt auch erwartet wird. Das breite Fremdsprachenangebot am Gymnasium Zum Altenforst (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Italienisch) verschafft Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich optimal auf die Anforderungen der Gegenwart und Zukunft vorzubereiten.

Abgesehen von der Berufsorientierung halten wir Horizonterweiterung und die Erschließung anderer Kulturräume für wichtige Argumente zum Erlernen von Fremdsprachen und wir unterstützen das Ziel der europäischen Sprachenpolitik, dass jeder Schüler mindestens zwei lebende Fremdsprachen erlernt.

Schülerinnen und Schüler des GAT erlernen Fremdsprachen im Unterricht nach den externen und internen Vorgaben. Schulinterne Schwerpunkte liegen dabei vor allem in der Entwicklung und Förderung der Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihr Lernen (Arbeit am Arbeitsplan, Lernziel- und Thementransparenz, WELL-Methoden, How-to Arbeitsblätter etc.). Ferner legen wir großen Wert darauf, die Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer Fremdsprachen optimal zu beraten.

Am Gymnasium zum Altenforst ist Englisch die erste Fremdsprache. In der Jahrgangsstufe 5 werden die Anfangsspracherfahrungen aus der Grundschule systematisiert und verschriftlicht und im Laufe der Sekundarstufe I, d.h. bis zur Jahrgangsstufe 9, ausgebaut. Darüber hinaus erlernen alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mindestens eine weitere Fremdsprache (Beginn: Klasse 6). In der 8. Klasse kann eine weitere Fremdsprache erlernt werden, so dass jeder Schüler, jede Schülerin des GAT die Möglichkeit hat, in der Sekundarstufe I drei Fremdsprachen zu lernen, unabhängig davon, welche Sprache in der 6. Klasse neu erlernt wird.  Besonders sprachbegabte Schülerinnen und Schüler können zu Beginn der Oberstufe eine weitere lebende Fremdsprache wählen.

In der Jahrgangstufe 6 beginnt der so genannte „Wahlpflichtbereich I“ (WPI). Die Schülerinnen und Schüler haben bereits vor der Einschulung am GAT gewählt, welche zweite Fremdsprache sie voraussichtlich erlernen wollen: Französisch oder Latein, denn entsprechend dieser Wahl werden die 5. Klassen zusammengesetzt, um eine spätere Neuordnung der Klassen zu vermeiden.

Latein kann am GAT nur in Klasse 6 gewählt werden, während Französisch bei breiterem Interesse auch in der Jahrgangsstufe 8 im Rahmen des Wahlpflichtbereichs II (WP II) belegt werden kann. Hier können die Schülerinnen und Schüler neben Bio/Chemie, Physik, Technik und Informatik auch Spanisch oder Französisch wählen, die beide in der Sek. II fortgeführt werden können.

In der gymnasialen Oberstufe besteht nochmals die Möglichkeit, zusätzlich eine der modernen Fremdsprachen zu erlernen. Hier werden Spanisch und Italienisch als neu einsetzende Fremdsprachen angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt der Fremdsprachenarbeit am GAT ist unser weitgefächertes, zusätzliches Angebot, das Sprachenlernen in der Schule mit dem "Leben" verbindet.

Wir ermuntern und unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler, Fremdsprachenzertifikate z.B. in Italienich, Französisch, Spanisch, Englisch oder Russisch zu erwerben und informieren sie über die Möglichkeiten des Erwerbs. Finanziell unterstützend wirkt hierbei, falls nötig, der Förderverein. Durch die Neuorganisation der Oberstufe ergibt sich z.B. die Möglichkeit, einen Zertifizierungskurs als Projektkurs anzubieten. Ein Informationsabend für Interessenten an Auslandsaufenthalten ist Bestandteil des Jahreskalenders am GAT. Ferner unterstützen feste Ansprechpartner die Schüler bei der Suche nach geeigneten Organisationen, Stipendien etc. Fremdsprachenlehrerinnen und -lehrer unternehmen mit ihren Lerngruppen ein- und mehrtägige Exkursionen z.B. ins römische Köln, nach Xanten, Trier, Lüttich, Madrid oder Rom. Das GAT organisiert Schüleraustausche in verschiedene Länder, darunter Frankreich, Kanada, USA, GB.

Der jährliche Besuch einer englischsprachigen Theatergruppe ist seit Jahren fester Bestandteil des Fremdsprachenkonzepts. Aus diesen Aufführungen schöpfen alle unsere Schülerinnen und Schüler verstärkt Motivation.

Gesellschaftswissenschaften

„Zurück schauen  und die Gegenwart als geworden wahrnehmen, um die Zukunft gestalten zu können.“ Unter dieses Motto könnte man die Gesellschaftswissenschaften (Erdkunde, Geschichte, Pädagogik, Philosophie und Sozialwissenschaften) am GAT stellen.

Mithilfe fachspezifischer Methoden machen sich die Schülerinnen und Schüler unserer Schule im Fach Geschichte eigene und historische Erfahrungen der Vergangenheit und Gegenwart zu eigen und erlernen so die Traditionen unserer europäischen Kultur, ohne den Blick über den Tellerrand zu vernachlässigen. In einer globalisierten Welt gehören Kenntnisse der eigenen Geschichte und die Einsicht in die positive Vielfältigkeit der Menschen zu den Voraussetzungen für die Gestaltung einer friedlichen und lebenswerten Gesellschaft.

Durch das Lernen an außerschulischen Orten bieten wir die Möglichkeit theoretisches Wissen mit Praxiserfahrung abzugleichen. Exkursionen in unsere geschichtsträchtigen Nachbarstädte Bonn und Köln sind integrale Bestandteile des schulinternen Curriculums im Fach Geschichte, das unter anderem den Besuch des Römisch-Germanischen Museums in der 6. Jahrgangsstufe vorsieht. Innerhalb unserer Unterrichtsstunden nutzen wir die Zeit, um neben Fachwissen auch die Teamfähigkeit jedes Einzelnen zu entwickeln und zu fördern, indem wir in vielen kleinen und großen Projekten - etwa beim Nachbau mittelalterlicher Burgen oder antiker Pyramiden - den Gedanken des gemeinsamen Lernens betonen.

Sich „kundig auf der Erde“ zu machen ist keine leichte Aufgabe: Bei der Analyse der Schlüsselprobleme unserer Zeit ist stets ein Geflecht verschiedener Faktoren zu berücksichtigen. Unser Erdkundeunterricht hat das Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler wichtige natürliche (naturnahe) und sozioökonomische Systeme, deren innere Struktur und ihre wechselseitigen Abhängigkeiten verstehen. Die Beispiele können dabei aus der direkten Schulumgebung stammen oder vom anderen Ende der Welt.

Das Fach Erdkunde verbindet natur- und sozialwissenschaftliche Inhalte miteinander und macht den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass neben der Zeit der Raum eine entscheidende Dimension des Lebens ist. Es vermittelt Wissen, Zusammenhänge und Fertigkeiten und ermutigt Einstellungen, Werte und das eigene Verhalten zu überprüfen, zu festigen oder ggf. zu ändern.

Der Unterricht im Fach Sozialwissenschaften versteht den Menschen zugleich als gesellschaftliches Produkt und als Gestalter der Gesellschaft. Entsprechend sollen gesellschaftliche Kompetenz, eine gewissenhafte Selbstreflexion sowie die engagierte Bearbeitung gesellschaftlicher Probleme gefördert werden. Ausgehend von aktuellen und exemplarischen Konflikten des sozialen, wirtschaftlichen, politischen Lebens werden gesellschaftliche Anforderungen vermittelt und dabei Betroffenheit und Bedeutsamkeit, Mikro- und Makrowelt, soziales und politisches Lernen miteinander verbunden. Zentrale Aufgabe ist es, das Politische in gesellschaftlichen Prozessen zu entdecken und dabei an konkreten Fällen verallgemeinerungsfähige Erkenntnisse und Verfahren zu gewinnen. Dabei besteht das übergeordnete Ziel des Faches darin, Schülerinnen und Schüler zunehmend zu einer selbstständigen Analyse gesellschaftlicher Konflikte und damit zu einem eigenständigen, begründeten Urteil zu befähigen.

Die Befähigung zur mündigen Teilhabe und die Unterstützung, Mitverantwortung für die gemeinsamen Angelegenheiten zu übernehmen strebt der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften auch in außerunterrichtlichen Projekten an.

Integraler Bestandteil der Arbeit des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften ist der Wahlinformationsdienst (WID), der in enger Kooperation mit dem Fachbereich Informatik organisiert wird. Seit 1989 präsentiert der WID die lokalen Ergebnisse von Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen bei der öffentlichen Wahl-Party der Stadt Troisdorf.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 leisten in den unterschiedlichsten Funktionen ihren Beitrag zur Veranstaltung und bekommen so einen handlungsorientierten Zugang zu demokratischen Wahlen und einen Einblick in die technische Organisation von Großveranstaltungen.

Religion

Der Religionsunterricht am GAT wird, gemäß der Landesverfassung, nach Konfessionen getrennt erteilt. Deshalb werden die Inhalte des Unterrichts von den Grundsätzen der jeweiligen Glaubensgemeinschaft bestimmt.  Konfessioneller Religionsunterricht hilft den Schülerinnen und Schülern eine religiöse Identität und eine persönliche Beziehung zur eigenen Konfession zu entwickeln.

Um dies zu unterstützen, bereichern auch die Schulgottesdienste am GAT unser Schulleben. Sie bieten unseren Schülerinnen und Schülern Erfahrungsmöglichkeiten mit gelebtem und gefeiertem Glauben im Rahmen der Kirchengemeinden der Stadt Troisdorf.

Unsere Schulgottesdienste finden entweder für alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn und Ende des Schuljahres sowie vor Weihnachten und vor Ostern  oder als Jahrgangsstufengottesdienste zu besonderen Themen des Religionsunterrichtes statt.

Darüber hinaus bieten wir am GAT  unseren Schülerinnen und Schülern alle zwei Jahre die Möglichkeit zur Teilnahme an Tagen der religiösen Besinnung (Exerzitien) in Taizé.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nehmen eine Woche, abseits von Prüfungsstress und Anforderungen der Schule, an dem Leben der Glaubensgemeinschaft von Taizé teil. Im Austausch mit gleich gesinnten Jugendlichen aus der ganzen Welt haben sie hier die Möglichkeit, ihr Denken und Handeln auf der Grundlage des christlichen Glaubens zu reflektieren und zu erweitern und damit zugleich ihre Persönlichkeit zu entfalten.

Die Schülerinnen und Schüler nicht-christlicher Konfession erhalten Werteorientierung im Fach praktische Philosophie.

Kultur

Mit Theateraufführungen, Konzerten und Ausstellungen können Schülerinnen und Schüler sich öffentlich erproben und bereichern gleichzeitig damit das Schulleben. Neben der rationalen Durchdringung ermöglicht das künstlerische Gestalten andere Formen des Verstehens. Die Freude am künstlerischen Arbeiten und der Mut, sich mit dem Ergebnis eines Gestaltungsprozesses der öffentlichen Diskussion zu stellen, legen neue und oft unvermutete Dimensionen eigenständiger Persönlichkeiten frei. Die Disziplin und Einsatzbereitschaft, die für das Erlebnis des gemeinsamen künstlerischen Erfolges aufgewendet wird, führen immer wieder zu überraschenden und faszinierenden Ergebnissen.

Seit mehr als dreißig Jahren bringt die Theater-AG des GAT einmal im Jahr ein Stück zur Aufführung. Neben Theaterklassikern von Goethe, Shakespeare und Dürrenmatt gab es auch Eigenproduktionen. Mehr als einmal konnte eine Produktion auch bei regionalen Theaterwettbewerben überzeugen. Wir haben an unserer Schule auch eine lange Konzerttradition. Immer wieder erfreuen uns Schülerinnen und Schüler bei den „Altenforst-Konzerten“ mit ihren gesanglichen und instrumentellen Fähigkeiten. Durch die Einladung hervorragender Ensembles (Bundesjugendorchester, Landesjugendorchester) möchten wir zusätzlich jugendliche Hörgewohnheiten überschreiten und allen Schülerinnen und Schülern das Hörerlebnis „Konzert“ vermitteln. Der Besuch des jährlichen Sinfoniekonzerts ist dabei obligatorisch für alle 5. und 6. Klassen, die zu diesem Zeitpunkt epochal Musikunterricht haben.

In den letzten Jahren ist außerdem der Schüler-Lehrer-Eltern-Chor „GATogether“ mit seinen Aufführungen zum festen Bestandteil im Kulturprogramm des GAT geworden. Nach der erfolgreichen Premiere 2011 messen sich beim Bandwettbewerb „Battle of the Bands“ aufstrebende und talentierte Schülerbands, die neben Coverversionen auch Eigenkompositionen aufführen. In jedem Schuljahr gibt es zusätzlich zu unterrichtsbezogenen Theaterbesuchen das Angebot, Aufführungen des Schauspiels und der Oper in Köln und Bonn mit einer Gruppe Interessierter anzusehen.

Ausstellungen von Bildern und Skulpturen innerhalb und außerhalb der Schule sollen auch den bildnerisch Begabten Anstoß und Motivation über den Unterricht hinaus sein. Das künstlerische Arbeiten ist ein erlebtes Arbeiten und fördert die prozessualen Kompetenzen. Für eine gelungene gestalterische Arbeit ist die planende Vorarbeit genauso wichtig, wie die Organisation von Material und Arbeitsplatz, Bewegungsabläufen und Techniken. Hier können sich während des Arbeitsprozesses Erkenntnisgewinn und Umgestaltung die Hand reichen. Im Rahmen des Landesprogramms Kultur und Schule haben in der Vergangenheit auch freie Künstlerinnen und Künstler das Schulleben bereichert.

Sport und Gesundheitserziehung

Der Sportunterricht am GAT soll dazu beitragen, Bewegung zur gesunden Gewohnheit zu entwickeln, und möchte zum verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper anleiten.

So ermöglichen uns hervorragende Sportanlagen (Leichtathletik-Halle mit Kletterwand) und eine ausgezeichnete Geräteausstattung (z.B. auch Inline-Skates), den Schülerinnen und Schülern vielfältige Bewegungserfahrungen zu vermitteln und sie Bewegungsfreude erleben zu lassen. Außerhalb des Sportunterrichts bietet der Pausensport aktive Erholung von kopflastigem Unterricht, eröffnen Sportarbeitsgemeinschaften vertiefende Erfahrungen in unterschiedlichen Sportbereichen, vermitteln Sport- und Spielefeste (z.B. 100Pro-Olympiade) oder der Sponsored Walk das Erlebnis der eigenen Leistung im sozialen Umfeld. Klassenfahrten in der Jahrgangsstufe 7 mit sportlichem Schwerpunkt (Skilauf) erweitern in einem für motorisches Lernen sensiblen Alter das Bewegungsrepertoire durch völlig neue Reize. Sie verdichten sich mit dem Landschafts- und Gruppenerlebnis zu einer prägenden Erinnerung. Das Fach Sport trägt dazu bei, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Themenfeldern wie „gesunde Lebensführung“, „aktive Freizeitgestaltung“ und „verantwortlicher Umgang mit Ressourcen“ Kenntnisse erarbeiten und praktische Erfahrungen sammeln. Diese Kenntnisse und Erfahrungen tragen Früchte: Fast die Hälfte unserer Schülerinnen und Schüler kann ihre körperliche Fitness durch den Erwerb des Sportabzeichens nachweisen. Schulmannschaften unterschiedlicher Disziplinen zeigen bei regionalen Turnieren und Wettkämpfen immer wieder Einsatz und erringen Erfolge.

  

Glossar zum Schulprogramm

A-lympiade: Mathematikwettbewerb für die gymnasiale Oberstufe mit offenen und realitätsnahen Aufgaben vom Utrechter Freudenthal-Institut. Viele Beispiele finden sich auf der Internetseite www.learn-line.nrw.de/angebote/alympiade/.

Binnendifferenzierung: auch Innere Differenzierung genannt, bezeichnet in der Pädagogik alle Maßnahmen, die zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern innerhalb einer Lerngruppe (also etwa Klasse) durchgeführt werden. Dazu zählt etwa die Möglichkeit zur Bearbeitung eines Lernstoffs sowohl im eigenen Lerntempo als auch im persönlichen Anforderungsniveau.

Erprobungsstufe: Jahrgangsstufen 5 und 6 der weiterführenden Schule, in der u.a. besondere Versetzungsregeln gelten.

Fachcurriculum (Plural: Fachcurricula): Legt fest, was in welchen Jahrgangsstufen im jeweiligen Fach gelernt werden soll.

Gebundene Ganztagsschule: Schule (des Primarbereichs und der Sekundarstufe I), in der alle Schülerinnen und Schüler verpflichtet sind, an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten der Schule (nicht nur Unterricht) teilzunehmen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gebundene_Ganztagsschule.

How-to-Arbeitsblätter: Diese Arbeitsblätter (z.B. How to analyse a poem/How to write a comment etc.) werden flächendeckend im Englischunterricht in der Sekundarstufe II eingesetzt, um die inhaltliche und methodische Arbeit zu vertiefen und vor allem zu vereinheitlichen.

100-Pro-Olympiade: Von der Kreissparkasse geförderter Sportwettbewerb für Kinder der 3. bis 6. Klassen, der jährlich für alle entsprechenden Schülerinnen und Schüler Troisdorfer Schulen durchgeführt wird.

Känguru-Wettbewerb: Internationaler Mathematik-Wettbewerb für Schüler der 3. bis 13. Klassenstufe, der jeweils jährlich am dritten Donnerstag im März durchgeführt wird. Im Vordergrund steht dabei die Fähigkeit, logisch zu kombinieren, „plumpes Auswendiglernen“ von Formeln ist nicht hilfreich:  www.mathe-kaenguru.de.

Lernarrangements: Didaktische und methodische Überlegungen der Lehrerinnen und Lehrer, um optimale Voraussetzungen für schulisches Lernen zu schaffen (hierzu gehören z.B. der Einsatz  von Partner- oder Gruppenarbeit, Gruppenpuzzle oder anderen Unterrichtsmethoden).

Lernprinzip: Art und Weise zu lernen, z.B. Vokabel-Lernen mit Karteikarten. Benutzung verschiedener Methoden, z.B. Erstellen von Mind-Maps oder Spickzetteln, Lernen mit einem Partner, Nutzung verschiedener Lernkanäle (visuell, auditiv, haptisch).

Lernschwächenkompensation: Bei der Lernschwächenkompensation handelt es sich um Fördermaßnahmen zum Ausgleich von Lernschwächen und Lernrückständen. Hierzu zählen insbesondere Förderunterricht, zusätzliche Lernzeiten und individuelle Betreuung.

Lernstandards: Verbindliche Zielvorgaben für schulische Bildung, festgehalten in den Lehrplänen. Die Kultusministerkonferenz hat am 4.12.2003 Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss in den Fächern Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache (Englisch und Französisch) beschlossen. Mittlerweile liegen auch Fassungen für die Fächer Physik, Chemie und Biologie vor. (Siehe auch: http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/vera3/upload/download/Lernstandards-Druckfassung.pdf)

Lions Quest: Programm zum sozialen Lernen und zur Gewaltprävention mit dem Ziel, Kinder (zwischen 10 und 15) beim Erwachsenwerden zu unterstützen: www.lions-quest.de.

Schüleraktivierende Methoden bezeichnen solche Methoden, die aus Schülerinnen und Schülern handelnde Personen machen, sodass Unterrichtsinhalte nicht  rein rezeptiv aufgenommen werden, sondern durch eigene Aktivitäten erarbeitet werden.

Schülerwettbewerb des Kölner Modells ist ein Experimentalwettbewerb, der Jugendlichen der Klassenstufen 5 - 10 aller Schulformen in Nordrhein-Westfalen Anregung und Anreiz zu spielerischem Experimentieren gibt. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht jeweils ein Alltagsprodukt, zu dem Experimente mit ungefährlichen Stoffen im häuslichen Umfeld durchführbar sind und das interessante Aspekte der Chemie in unserer unmittelbaren Umgebung entdecken lässt: http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/anorgchem/meyer/koemo2004/arbeitskreise/chemie_entdecken.htm.

Schulvertrag: Vereinbarung zwischen Schülerinnen und Schülern des GAT und ihren Eltern auf der einen und den Lehrern auf der anderen Seite, die das Zusammenleben am GAT regelt.

Selbstwirksamkeit: Unter Selbstwirksamkeit versteht man das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und die Überzeugung einer Aufgabe und Herausforderung gewachsen zu sein.

SLZ: Ist die Kurzform für Selbstlernzentrum. Das SLZ am Gymnasium Zum Altenforst ist ein Ort, an dem Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften umfangreiche Materialien angeboten werden, mit denen sie selbstorganisiert lernen können. Herzstück des SLZ ist eine umfangreiche Bibliothek, die u.a. Lehrwerke für alle Unterrichtsfächer bereithält.

Sponsored Walk am GAT: Veranstaltung, bei der die Schülerinnen und Schüler einen festgelegten Rundweg ein- oder mehrmals zu Fuß zurücklegen. Zuvor suchen sie möglichst viele persönliche Sponsoren, die ihnen pro zurückgelegtem Kilometer einen zuvor vereinbarten Betrag zusagen. Das „erlaufene“ Geld wird je zur Hälfte gespendet (z.B. 2011: über 9 000 € für das Tumaini Waisenhaus in Bamburi/ Kenia), und zur Finanzierung besonderer Anschaffungen genutzt (z.B. für die Schulhofgestaltung).

Supervision: (lat.Beobachtung - Überblick) ist eine Form der kollegialen Beratung, bei der Personen oder Teams sich gegenseitig in ihrem professionellen Handlungsfeld beobachten, um Veränderungen (Verbesserungen) herbeizuführen.

WELL-Methoden: WELL steht für kooperative Lernmethoden des wechselseitigen Lehren und Lernens. Bei Unterricht mit WELL-Methoden erklärt zunächst eine Person einer anderen einen Sachverhalt. So werden die Lernenden in einer ersten Phase Experten zu einem Thema. In der zweiten Phase geben sie dieses Expertenwissen einem Lernpartner weiter und bekommen ihrerseits von ihrem Partner einen Sachverhalt erklärt. In einer dritten Phase wird das neu erworbene Wissen wiederholt und vertieft: (siehe z.B.: Diethelm Wahl: Lernumgebungen erfolgreich gestalten. Vom trägen Wissen zum kompetenten Handeln, Bad Heilbrunn ²2006).

Zertifizierungskurs: Sprachkurse, in denen national oder international anerkannte Abschlusszeugnisse ausgestellt werden, z.B. TOEFL (Englisch), DELF (Französisch) oder DELE (Spanisch).

Kommende Termine

21Sep
21.09.2017 08:00 - 08:45
ökum. Gottesdienst SII
28Sep
28.09.2017
Bundesjugendspiele
2Okt
02.10.2017
Ehemaligen Treffen
5Okt
05.10.2017 08:00 - 08:45
ökum. Gottesdienst 9-er
23Okt
23.10.2017 - 05.11.2017
Herbstferien