Schüleraustausch mit der Metamora Township High School

Am Samstag, den 05.04.2014, begann die große Reise in die Vereinigten Staaten. Alle deutschen Austauschpartner trafen sich an der Schule, von wo aus wir um 7:30 Uhr mit einem kleinen Reisebus Troisdorf gen Düsseldorf verließen.

Am Internationalen Flughafen Düsseldorf angekommen ging es dann um 12:45 Uhr weiter mit einem Direktflug nach Chicago. Die Beteiligten des Austauschprogramms, welches von GAPP (German American Partnership Program) unterstützt wurde, waren alle sehr aufgeregt. Viele waren noch nicht in den U.S.A. gewesen bzw. sind noch nie geflogen. Nach einem achtstündigen Aufenthalt in der Luft landeten wir endlich in Chicago O´Hare, einem der fünf größten Flughäfen der Welt. Dabei konnte man zuvor schon die beeindruckende Skyline der Stadt Chicago aus dem Fenster des Flugzeugs bewundern. Wir warteten alle gespannt auf den Bus, welcher uns abholen und zur Metamora Township High School bringen sollte, an der uns unsere Gastfamilien erwarten würden. Um 16 Uhr kam dann auch der amerikanische Schulbus und fuhr mit uns nach Metamora, das ungefähr 230 km südlich von Chicago liegt. Die Aufregung stieg immer weiter, da wir alle wussten, dass wir gleich unsere Austauschpartner treffen würden und uns dabei auf unsere Englischkenntnisse und die drei Vorbereitungstreffen für den Austausch verlassen müssten. Um 19 Uhr war Metamora erreicht und wir konnten uns das erste Mal mit unseren Gastfamilien und Austauschpartnern, mit denen wir schon zuvor via E-Mail viel kommuniziert hatten, unterhalten. Anfangs war es schwierig ein Gesprächsthema zu finden, doch durch die gute Vorbereitung hatten wir einige Anhaltspunkte, um ein Gespräch zu starten und zu führen.

Metamora ist eine kleine Stadt mit etwa 2500 Einwohnern, welches ursprünglich von Deutschen unter dem Namen Hanover besiedelt wurde, jetzt aber fast ausschließlich von amerikanischen Staatsbürgern mit größtenteils deutschen Vorfahren unter dem Namen Metamora bewohnt wird.

Einen Tag nach unserer Ankunft, dem Sonntag, haben sich alle Austauschschüler mit den beiden Lehrern [Susanne Theis-Ehses (GAT) und Peter Bachfischer (MTHS)], welche den gesamten Austausch gemeinsam und erfolgreich geplant und durchgeführt haben, zu einem „Potluck“ zusammengefunden, damit sich alle kennenlernen und auch einen ersten Eindruck von der Schule gewinnen konnten.
Am Montag ging es dann endlich zum ersten Mal in die Schule. Wir besuchten denselben Unterricht wie unsere Austauschpartner. Anfangs war es noch schwierig sich dort zurecht zu finden, doch nachdem man einige Tage den Unterricht und das Schulleben mitverfolgt hatte, wurde es immer einfacher. Außerdem trafen wir uns jeden Tag in der letzten Stunde, um unsere Erfahrungen und Erlebnisse zu teilen und ggf. Probleme zu klären.

An einem Tag wurde die letzte Stunde des Tages aber durch eine Führung durch die Räume von außergewöhnlichen Fächer der Schule ersetzt. Die außergewöhnlichen Fächer waren Fächer, welche in Deutschland nicht bzw. sehr selten vorzufinden sind. Dazu gehören Automechanik, Architektur, Agrarkultur und noch viele weitere.

Außerdem stand uns an einem Nachmittag eine zweieinhalbstündige Wanderung durch die Landschaft um Metamora bevor. Dabei konnte man einiges sehen und bewundern, wie z.B. einen Teich, der „alligator pond“ heißt und eventuell von Alligatoren bewohnt wird. Da eine Woche zuvor ein starkes Unwetter dort gewütet hat, waren die Wanderwege nicht optimal erhalten, so dass einige Brücken, die über kleine Bäche führten, beschädigt oder auch zerstört waren und wir uns andere Wege suchen mussten. Dies machte es dann auch sehr spannend.

Am Samstag, den 12.04.2014, war frühes Aufstehen angesagt: es ging nach St. Louis und Springfield. Um 5:30 Uhr fuhr der Bus los nach St. Louis, wo wir das Gateway Arch besuchten. Dort schauten wir uns zuerst einen Film über die Geschichte von Lewis und Clark an, bevor es dann 192m in die Höhe ging. Oben, in der Spitze des parabelförmigen Arch, hatte man eine beeindruckende Sicht über die Stadt St. Louis.

Nach diesem Besuch fuhren wir nach Springfield, wo wir zuerst durch das Regierungsgebäude des Staates Illinois geführt wurden und daraufhin das Lincoln Museum besucht haben, wo wir einiges über das Leben Abraham Lincolns erfahren konnten.

Außerdem haben wir uns an einem Abend alle getroffen, um einen spannenden Film über „Divided Highways“, größere Straßen in den U.S.A., zu sehen. Dieser war eine gute Hilfe für unsere Projekte über das Thema „Mobilität“.


Um weitere nützliche Informationen für unsere Projekte zu erhalten, besuchten wir am Mittwoch, den 14.04.2014, die Stadt Pontiac und somit auch ein Route 66 Museum, in welchem wir einiges über die Route 66 gelernt haben. Die Route 66 verläuft nämlich durch diese Stadt. Des weiteren besuchten wir dort auch ein Museum mit einigen älteren Autos der Marke „Pontiac“, das wir ebenfalls besuchten.

Am Montag, den 21.04.2014, präsentierten die Deutschen den Austauschschülern, Gastfamilien und Lehrern ihre Projekte. Dabei waren auch die Amerikaner zum Teil über manche Ergebnisse, und besonders auch Statistiken, überrascht.

Die Abreise aus Metamora stand am Mittwoch, den 23.04.2014, an. Diese fiel allen Austauschschülern schwer, da sie wussten, dass sie einige neu-gewonnene Freunde und ihre Gastfamilien vermutlich nie wieder sehen würden. Um 7:30 Uhr fuhr der Bus dann von der Metamora Township High School ab und die Reise nach Chicago begann, wo wir noch drei weitere Tage blieben.

Nach unserer Ankunft in Chicago fuhren wir zum Hotel. Von dort aus ging es dann los. Als erstes besuchten wir das „Cloud Gate“ oder auch „The Bean“ genannt. Dies ist ein von Anish Kapoor entworfenes Kunstwerk aus Edelstahl, auf dem man die Skyline von Chicago aufgrund ihrer gebogenen Form sehr gut sehen kann. Nach dieser Besichtigung wanderten wir die Michigan Ave und auch noch ein paar weitere Straßen entlang, damit wir uns einen kleinen Überblick über die Umgebung unseres Hotels verschaffen konnten.

Abends besuchten wir das Musical „Motown“ am Broadway in Chicago.

Den Donnerstag verbrachten wir mit dem Besuch des Chicago History Museum, in welchem wir auch noch einiges über die Stadt dazu lernen konnten. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Am Abend besuchten wir alle zusammen ein Kino, in dem wir aus drei Filmen wählen konnten.

Nach der letzten Nacht in Chicago und somit auch den U.S.A., begann der letzte Tag. Wir fuhren auf den höchsten Wolkenkratzer in Chicago, den Willis Tower. Dieser ist insgesamt ca. 527m hoch und bietet somit aus dem 103. Stockwerk eine beeindruckende Sicht über Chicago bietet.

Daraufhin ging es zum Abholen der schon zuvor gepackten Koffer zum Hotel zurück, bevor wir dann weiter zum Flughafen fuhren und dort die Heimreise begannen.

In Troisdorf angekommen erwarteten uns unsere Familien schon und der Alltag in Deutschland begann wieder.

Für mich und wahrscheinlich auch für alle anderen Austauschschüler kann ich sagen, dass dieser Austausch eine sehr schöne Erfahrung war, ich meinen Wortschatz und meine Aussprache im Englischen stark vergrößert und verbessert habe und sehr glücklich bin, an diesem Austausch teilgenommen zu haben.

Außerdem möchte ich im Namen aller Austauschschüler den verantwortlichen Lehrern, Frau Theis-Ehses und Herrn Bachfischer, danken, dass sie diesen Austausch alle zwei Jahre anbieten und wir daran teilnehmen durften.

Tim Schönenbrücher

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