„Vergatert“ erwacht und würdevoll verabschiedet: Unsere Abiturientia 2013 (G9) ist bereit für ein Leben nach der Schule

Am 5. Juli bekamen 110 Abiturientinnen und Abiturienten des letzten G9-Jahrgangs ihre Abschlusszeugnisse – und feierten einen stimmungsvollen Abschied vom GAT.

Eine kluge Stimme in der Abizeitung Hangover beschreibt das Abitur als Anlass die Augen zu öffnen und sie – das sei gerade das Schlimme – offen zu halten. Dieses unvermeidliche große Erwachen nach dreizehn Schuljahren beschere allen den Kater ihres Lebens.

Am Tage ihrer Verabschiedung wirkten die Abiturientinnen und Abiturienten des ersten Doppeljahrgangs alles andere als unausgeschlafen. Die Stimmung im Neubau war beschwingt, die Kleidung festlich, junge Menschen und ihre Familien und Lehrer standen in bunten, fröhlichen Trauben zusammen, es roch nach Abschied und Aufbruch.

Unsere Abiturientia 2013 (G9)

 

Doch spätestens als die ersten Töne der Sonate „La Flute de Pan“, gespielt von Annabelle Patt (Querflöte) und begleitet von Pauline Sauvant (Klavier), ertönten, versiegte das aufgeregte Geschnatter und die letzten Gäste nahmen ihre Plätze ein.

Ein Jahrgang mit Spitzennoten und sozialem Engagement

Schulleiter Gerhard Fischer war bester Laune, denn der erste Doppeljahrgang hat erfolgreich das Abitur erreicht. Nun galt es, diese jungen Menschen in ihr Leben zu entlassen. In seinem Grußwort zog der bekennende Kritiker der Schulzeitverkürzung bewusst keine voreiligen Schlüsse aus den Ergebnissen der Abitur-prüfungen der parallelen Jahrgänge. Allerdings habe der G9-Jahrgang eine überragende Spitze von sechs Schülerinnen und Schülern, die das Abitur mit der Traumnote 1.0 abschließen konnten, betonte Fischer. Dies sei in den vergangenen 28 Jahren am Altenforst einmalig. Auch der Durchschnitt liege knapp über dem Landesdurchschnitt.

Doch nicht nur Schulnoten sagten etwas über die Qualität des abgehenden Jahrgangs aus, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinschaft, welches sich in vielerlei Hinsicht gezeigt habe. „Unsere Gesellschaft wäre ärmer ohne dieses Engagement,“ erklärte Fischer und bedankte sich ausdrücklich bei den Schülerinnen und Schülern, die „geben, weil ihnen gegeben wurde“ – sei es als aktive Mitglieder der SV, im Schulsanitätsdienst, in der Altenforst Akademie oder als Paten jüngerer Schüler.

Andreas Stascheit-Busch sprach im Namen der Unterrichtenden dieses Jahrgangs und plädierte auch für Gelassenheit im Umgang mit den statistischen Ergebnissen der Jahrgänge. Reife und Bildung bräuchten vor allem auch Muße und Müßiggang, denn Zeit trage zum Gedeihen junger Menschen bei. Schule ist eben auch ein „Hochleistungszentrum für Lebenssinnsucher,“ erinnerte Stascheit-Busch. Man möge zuversichtlich in die Zukunft blicken: „Unsere Abiturienten zählen. Sie sind beliebt und willkommen. Sie sind qualifiziert.“

Ein schelmischer und dankbarer Blick zurück

Sodann ging das Wort an die Schülerinnen und Schüler. Amelie und Nicola Krause sowie Miriam Pilz blickten im Namen des abgehenden Jahrgangs wortgewandt, kokett und mit diebischem Vergnügen auf die trostlose Seite des GAT-Alltags, beispielsweise die zahlreichen Verbots-, Antigenuss- und Antimüllzonen - zurück und ernteten hierfür Sympathie und Heiterkeit.

Auch der SV-Sprecher Max Mantsch (Jg. 11) bedankte sich bei allen SV- und Beratungslehrern sowie den Mitschülerinnen und Mitschülern, die zum Gelingen der Projekte beigetragen hätten. Er habe innerhalb der SV Zuspruch und Unterstützung erlebt.

Dann kam der große Moment der Zeugnisvergabe. Zunächst wurden diejenigen Schülerinnen und Schüler entlassen und geehrt, die ein 1,0er-Abitur erreicht hatten: Peter Andre, Timo Bröhl, Annchristin Dobbek, Amelie Krause, Janek Töpper und Kimberly Zandbergen stehen gemeinsam an der Spitze des Jahrgangs.

Als die Zeugnisse anschließend in alphabetischer Reihenfolge vergeben wurden, zeigte sich die Vielfalt und Individualität dieses Jahrgangs. Nicht nur die Kleidung und der Gang auf dem „Gatwalk“, sondern auch die von den Schülerinnen und Schülern selbst ausgewählte Musik zeugte von Eigenwilligkeit. Der eine ließ sich auf einer hymnischen Woge nach vorne treiben, der andere wählte feine Ironie oder auch große Gefühle. Mancher betonte mit der Wahl des Musikstücks aber auch seine Wurzeln.

„Es ist vorbei!“

Vorne angelangt, empfingen alle dieselbe Choreographie des Abschieds: Herr Fischer überreichte das Zeugnis, während Fotografin Michelle Geist diesen sonst so flüchtigen, wichtigen Augenblick digital festhielt. Torsten Heimermann als Stufenleitung sowie die jeweiligen Leitung der Leistungskurse gratulierten und überreichten eine Rose.

Der Blick in die Gesichter der Abiturientinnen und Abiturienten öffnete Herzen, wohl nicht nur die der Familien, sondern auch die der ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer. Ein Bild aus Kindertagen, in Großformat an die Wand projiziert, betonte die vergangene Zeit, weckte gleichsam Wehmut und Stolz in den Eltern. Zahllose Kameras klickten, Wellen von Applaus begleiteten die Übergabe der Zeugnisse.

Nachdem der letzte Name aufgerufen worden war, gelang es kaum, die aufgeregten Abiturientinnen und Abiturienten zum Gruppenfoto einzufangen. „Es ist vorbei“, tönte die Hymne von Juli nach. Die Halle leerte sich rasch. Auf der Treppe des Schulhofs formierte sich die Abiturientia 2013 noch einmal zum Gruppenfoto. Wieder ertönte das vielfache Klicken von Kameras, dann lösten sich die ersten und machten sich auf den Weg zum Abiball in der Rhein-Sieg-Halle.

Aufbruch.

Cornelia Scheppeit

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