„GAT-Ausgezeichnet“ – ein Hoch auf die Leistungen & das soziale Engagement unserer Schüler/innen

Am 30. Juni wurden 163 Schülerinnen und Schüler am Altenforst für ihre ausgezeichneten Leistungen und ihr besonderes soziales Engagement geehrt. Zum zweiten Mal kamen Schüler, Eltern und Lehrer zusammen, um im feierlichen Rahmen einer Abendveranstaltung die akademischen Erfolge, vielseitigen Talente und das ausgeprägte soziale Verantwortungsbewusstsein vieler unserer Schüler zu feiern.

Neubau. 18h. Der Neubau war gut gefüllt und es herrschte eine fröhliche Stimmung, als Schulleiter Gerhard Fischer die Veranstaltung eröffnete. Initiator Michael Funke und sein Mitstreiter Ludger Remus hatten schon im letzten Jahr dieses Format entwickelt, um die außergewöhnlichen Leistungen und Begabungen unserer Schüler zu würdigen, die das Schulleben bereichern. Nach einem musikalischen Beitrag der Schülerband von Bruno Schmelz, Malte Zandbergen und Alexander Grabowsky begrüßte Fischer die Gäste mit den Worten, dass manches Engagement und einige Leistungen nicht in das gängige Schema der Schulfächer passten. So viele Schüler hätten Begabungen in besonderen Bereichen gezeigt oder sich sozial für die Schulgemeinschaft engagiert, dass dies unbedingt anerkannt werden müsse.

Am Altenforst besteht eine Anstrengungskultur – aber nicht immer ist Raum da, um die Erfolge, die Früchte begeisterter Arbeit an Projekten oder die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben zu würdigen. „GAT-Ausgezeichnet“ ist eine solche Plattform für diese Anerkennung, aber auch eine Chance für Schüler, Eltern und Lehrer sich zu informieren, was es jenseits des Tellerrands der verpflichtenden Schulfächer an Zusatzangeboten gibt. Ludger Remus verwies auch auf die ausgestellten Schülerprojekte, die vor der Veranstaltung den interessierten Gästen präsentiert wurden. Michael Funke erklärte, anders als im Vorjahr gebe es nicht nur Urkunden für die ausgezeichneten Schüler. Alle erhielten erstmals ein „Altenforst-Plus-Zertifikat,“ in dem alle Aktivitäten, Ehrungen und Preise aufgeführt werden. Jährlich werde dieses Zertifikat aktualisiert, sodass engagierte Schüler am Ende der Schullaufbahn ein Portfolio vorzuweisen haben, das sie z.B. bei einer Bewerbung um einen Ausbildung- oder Studienplatz oder auch eines Stipendiums vorlegen können.

 

Alina Schlagwein, Abiturientin des diesjährigen Jahrgangs, führte charmant und locker durch den Abend. Alle Schüler/innen, die einen Preis oder eine Auszeichnung erhielten, wurden nach vorne auf die Bühne gebeten und erhielten ihr „Altenforst-Plus-Zertifikat“ und zum Teil Preise für die Wettbewerbssieger sowie eine wunderschöne langstielige Rose.

Als erstes wurden die Schüler geehrt, die an Förderprogrammen oder Akademien teilgenommen hatten; unsere Schüler zu motivieren an solchen zusätzlichen Angeboten teilzunehmen ist eine konkrete Form der Begabtenförderung – denn eine Schule kann, egal wie breit sie aufgestellt sein mag, nicht alle individuellen Talente fördern oder allen leistungsstarken Schüler gerecht werden. Impulse von außen flankieren hier die Leistungsbereitschaft und –fähigkeit der starken Schüler.

Die Siegerehrung der Preisträger im Fach Mathematik vollzog Torsten Weber, dessen eigene Begeisterung für „das schönste aller Fächer“ deutlich war. Es sei schon Tradition, dass unsere Schüler am Känguru-Wettbewerben teilnehmen und die systematische Vorbereitung der Schüler führe zu einer ungewöhnlich hohen Erfolgsdichte. Allein in der 6. Klasse seien es 13 Preisträger. Auch wenn die anspruchsvolle Mathe-Olympiade nur an wenige gerichtet sei, hätten auch hier drei Schüler Preise erworben.

Sodann durften sich die Schüler vorstellen, die Erfolge in Wettbewerben vorzuweisen hatten, wie die Bundesfinalisten bei Jugend präsentiert, Landessieger bei Jugend trainiert für Olympia, die Erst- und Zweitplazierten bei Schüler experimentieren/Jugend forscht sowie der Erstplazierte bei Jugend musiziert.

Katja Stellmacher, Regionalsiegerin bei Jugend musiziert, konnte ihre Fähigkeiten am Klavier mit zwei Stücken unter Beweis stellen, natürlich spielte sie ohne Noten in konzentrierter Lässigkeit.

Dann wurden Leistungen geehrt, die Schüler im schulinternen Englischwettbewerb erbrachten. Melanie Witzel und Susanne Theis-Ehses hatten ihn ins Leben gerufen, weil es wenige Angebote in diesem Bereich gebe. Zum Thema „Change“ verfassten drei Schülergruppen jeweils kreative Texte und es sei allen gelungen, lobte Theis-Ehses, in der Fremdsprache „eine Idee zu transportieren“.

Zahra Nahraoui-Bösche verlieh vier Schülerinnen die DELP-Sprachzertifikate, die fortgeschrittene Französischkenntnisse nachweisen. Die Diplome werden vom französischen Erziehungsministerium verliehen und werden weltweit anerkannt.

Nach der Ehrung ungewöhnlicher akademischer Leistungen und Erfolgen in Wettkämpfen lieferte das Vokalensemble unter der Leitung von Elena Eden einen musikalischen Beitrag mit den Stücken „Red, Red Rose“ und „Fort he Longest Time“ als Vorgeschmack auf das Sommerkonzert am 2. Juli.

Im zweiten Block der Veranstaltung wurden diejenigen Schüler geehrt, die sich in der Schulgemeinschaft besonders engagieren. Hier wurden die Schüler der Schulzoo-AG für ihre unermüdliche Hege und „Pflege von den Tieren, die dort ausgestellt oder verfüttert werden,“ formulierte Christian Becker. Die Schulzoo-AG liefere einen besonderen Beitrag zum Gelingen eines lebensnahen Biologieunterrichts, da diese Tiere als Anschauungsobjekte genutzt werden können.

Herr Ternedde rief eine Gruppe junger Männer in das Rampenlicht, die sonst eher unsichtbar hinter den Kulissen aktiv sind: Die Technikgruppe, die immer wieder eine „Meisterleistung“ abliefert, sei es bei Altenforst-Konzerten, den Aufführungen der Literaturkurse, dem Abiball und mit „Sachverstand und Kreativität“ dafür sorgt, dass Schulveranstaltungen gelingen.

Eine Besonderheit am Altenforst sind sicher die Forscherferien, die unter der Leitung von Michael Funke an den ersten Tagen der Herbstferien stattfinden. Funke erklärte das Konzept: Fünftklässler bearbeiten zusammen mit Viertklässlern aus benachbarten Grundschulen Projekte, wie „Die Welt der Krabbeltiere“ oder „Die Welt der Mineralien“, also Projekte mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Allerdings soll das Angebot erweitert werden; dieses Jahr habe schon ein Theaterkurs stattgefunden.

Alina Schlagwein bat dann die Paten der Fünftklässler auf die Bühne, die dafür sorgen, dass die Kleinsten „nicht völlig desorientiert durch unsere Schule geistern“. Die Paten unterstützen die neuen Schüler nicht nur dabei sich im Schulgebäude zurecht zu finden und geben ihnen auch sonst Orientierung und Halt. Frau Schaper dankte, gemeinsam mit Fida Khodja und Varsha Guhan aus der 5b, herzlich für das Engagement.

Erneut trat die Schülerband mit Malte, Bruno und Alexander auf und sorgte mit einem schönen Akustikstück an Gitarre und Percussion für eine Atempause.

Anschließend wurde eine große Gruppe von Schülern für ihr Engagement im „Chancenwerk“ ausgezeichnet, einer Organisationsplattform für „Nachhilfe von Schülern für Schüler“. Andreas Stascheit-Busch lobte diese Initiative als „sagenhaft gute Idee“ und erklärte, dass die Schüler ihr Können und Wissen freiwillig und unentgeldlich anbieten. Dienstags und freitags nachmittags finden die Nachhilfestunden statt, in denen Schülern systematisch und nachhaltig geholfen wird ihre Leistungen zu verbessern. Hier findet konkret die Förderung von Schülern statt, die teils nur punktuelle Unterstützung brauchen – und dies ganzjährig, sodass alle Beteiligten davon profitieren.

Auch die Schulsanitäter wurden für Ihren kompetenten und zuverlässigen Einsatz geehrt. David Hubert lobte das bemerkenswerte Engagement, das nicht nur an Schultagen, sondern auch bei Veranstaltungen notwendig sei. Die Schulsanitäter sind „schneller als ein Rettungsdienst“ zu Stelle, so Hubert, und leisten so ihren Beitrag für eine direkte, unkomplizierte Hilfe vor Ort.

Abschließend kam auch die SV-Lehrer Esther Eckelt und Daniel Weber (die mit Uli Angert ein beliebtes Dreiergespann bilden) zu Wort. Sie dankten der SV für ihre aktive Mitarbeit in vielen Projekten. Die SV selbst warb bedankte sich bei Mitschülern für ihre Hilfe.

Victoria Bell, die auch im Vokalensemble singt, wurde von Judith Grümmer am Klavier begleitetet und überzeugte mit einer starken Stimme voll‘ Gefühl.

Als ein Höhepunkt des Abends gilt die Vergabe des Altenforst-Preises, mit dem je eine Schülerin und ein Schüler ausgezeichnet werden, die sich in diesem Schuljahr ganz besonders und in vielfältige Weise für die Schulgemeinde engagiert haben. Die Preisträger erfahren erst am Abend selbst von ihrer Nominierung. Dieses Jahr wurde Lilly Timtschenko für ihre mustergültigen fachlichen Leistungen und ihr soziales Engagement ausgezeichnet. „Hier überzeugt das Gesamtpaket“, erklärte der stolze Biologie-Leistungskurslehrer von Lilly, Michael Funke, die Wahl. John Kietzke kam strahlend und voller Energie auf die Bühne, als er als weiterer Altenforst-Preisträger aufgerufen wurde. Er hatte im Alleingang Fußballturniere unter Fünftklässlern organisiert und durchgeführt, die sich solch‘ einer Beliebtheit erfreuen, dass nun auch die Sechst- und Siebtklässler gegeneinander spielen. Im WM-Jahr sind die Jungen und Mädchen besonders begeistert bei der Sache und John ermöglicht hier sportliche Begegnungen unter Schülern über Klassengrenzen hinweg.

Als sich die geehrten Schüler am Ende der Veranstaltung wähnten, wurde dieser Rahmen noch überraschend dafür genutzt den scheidenden Schulleiter Gerhard Fischer zu ehren, der fast 30 Jahre lang das Altenforst geleitet hat. Helmut Jahn, ehemaliger stellvertretender Schulleiter und langjähriger Weggefährte Fischers, zeigte sich „tief beeindruckt von dem, was an dieser Schule so alles geschieht“. Auch wenn Fischer sich „ohne Brimborium“ verabschieden wollte, galt ihm der ausdrückliche Dank für die herausragenden Leistungen als Schulleiter. „Mit Herzblut und Engagement“ habe er die vielfältigen Aufgaben wahrgenommen und das Altenforst entscheidend geprägt. Fischers Verdienst sei es unsere Schule für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts fit gemacht zu haben. Fischer war zugleich „Schulbaumeister“, der „die innere und äußere Gestaltung der Schule“ in die Hand nahm und für eine Ausstattung und Arbeitsbedingungen sorgte, die „beneidenswert“ seien. Vor allem habe er die Schule in die Selbstständigkeit geführt. Ein gestandener Schulleiter könne nicht „jedermanns Liebling sein,“ es gebe Entscheidungen, die nicht alle positiv beurteilt hätten.

Herr Stricker, Jahns Nachfolger am Altenforst, nutze die Gelegenheit sich doch in würdevollem Rahmen von Gerhard Fischer zu verabschieden. Fischer sei für ihn vor allem ein Visionär, der Denkmodelle für die Zukunft entwickle und zugleich akutes Krisenmanagement leiste. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit habe Fischer immer wieder daran erinnert, dass „Lernen im Kopf der Schüler stattfinden müsse“. Die Zumutungen, die durch G8 auf Schüler, Lehrer und Eltern zukamen, habe Fischer mit einer neuen Zeit- und Organisationsstruktur im Rahmen des gebunden Ganztags beantworte: Die 60-Minuten-Stunden, Epochenunterricht der Nebenfächer, die einstündige Mittagspause und verlängerten Pausenzeiten hätten die nötige Entschleunigung in den dichten Schulalltag gebracht und mehr Chancen für nachhaltiges Lernen eröffnet. Fischer habe die „Öffnung der Schule“ vorangetrieben und die Lernangebote der Schüler erweitert. „Warum erzählt er uns das alles?,“ stellte Stricker die Frage an das Publikum. „Vieles ist im Schulalltag selbstverständlich geworden.“ Stricker erinnerte an die vielen Privilegien und Möglichkeiten am Altenforst, über die Besucher nur staunen könnten.

Abschließend formulierte Erich Stricker drei Wünsche: den Schülern wünschte er, dass sie „am Ball bleiben“, Herrn Fischer wünschte er „ein neues anspruchsvolles Betätigungsfeld im Un-Ruhestand“ und allen „erholsame Ferien und einen guten Start in das neue Schuljahr“.

Ludger Remus bedankte sich bei den Anwesenden für die Geduld, da die Veranstaltung den angekündigten Zeitrahmen deutlich überschritten hatte. Beschwingt verließen die Gäste den Neubau, denn man hatte am Ende der Veranstaltung nicht das Gefühl an einer Regelschule zu sein, sondern an einem Lernort, an dem besonders engagierten und interessierten Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten geboten werden ihre Talente und Begabungen auszuschöpfen – aber auch andere zu unterstützen deren Potential noch mehr zu nutzen.

Allein die Freude am Entdecken, Forschen, Musizieren, sich für andere zu engagieren oder mit anderen zu messen schien so groß, dass es einer offiziellen Würdigung gar nicht bedarf. Das machte die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler so sympathisch, weil sie es um der Sache willen taten. Dank „GAT-Ausgezeichnet" werden die Erfolge und das Engagement der Schülerinnen und Schüler als das vorgestellt und benannt, was sie sind: "ausgezeichnet!"

 

Cornelia Scheppeit

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