4. Schulwettbewerb Jugend debattiert
Wie kann eine demokratische Kultur gestärkt werden, in der Meinungsverschiedenheiten durch sachlichen Austausch und überzeugende Argumente geklärt werden – und nicht durch Vereinfachungen, Lautstärke oder Stammtischparolen?
Das Gymnasium Zum Altenforst setzt hier ein klares Zeichen und beteiligt sich auch in diesem Jahr am Wettbewerb Jugend debattiert. Am Mittwoch, dem 4. Februar 2025, fand dazu der vierte Schulwettbewerb statt. Debattiert wurde die Streitfrage: „Soll es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben?“
Für die Pro-Seite traten Eva Cepoi und Jan Bühler (beide Q1) an. Die Contra-Position vertraten Aleksander Ostrowski (EF) sowie Salma Nuhu (Q1), die kurzfristig und außer Konkurrenz eingesprungen war.
Im Zentrum der Debatte stand zunächst die Frage der Finanzierung. Die Contra-Seite argumentierte, dass ein solcher Austausch möglicherweise auf Kosten deutlich attraktiverer Auslandsaufenthalte gehen und entsprechende Fördermittel umverteilt werden müssten. Darüber hinaus wurde die Sinnhaftigkeit der Maßnahme grundsätzlich hinterfragt: Ein Austausch zwischen Ost und West könne bestehende Unterschiede eher betonen als abbauen und so neue Trennlinien schaffen.
Demgegenüber hob die Pro-Seite die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte hervor. Ein regelmäßiger Austausch biete die Chance zum Perspektivwechsel und könne langfristig zu mehr gegenseitigem Verständnis beitragen – und damit dazu, vermeintliche Gegensätze zwischen „Ossis“ und „Wessis“ zu überwinden.
Die Jury, bestehend aus Frau van Baal, Herrn von Schlichting, Frau Jodl sowie der frisch ausgebildeten Jurorin Ivana Kautz (Q1), stand anschließend vor der anspruchsvollen Aufgabe, eine Entscheidung zu treffen. Am Ende fiel diese knapp aus: Jan Bühler ging als Schulsieger hervor, Eva Cepoi belegte den zweiten Platz. Beide werden das Gymnasium Zum Altenforst beim Regionalwettbewerb in Bonn vertreten.
Das GAT gratuliert herzlich und bedankt sich bei allen Teilnehmer*innen für ihr Engagement, ihre Spontaneität und ihren Beitrag zu einer lebendigen Debattenkultur.


