Planspiel EU 2026 am Gymnasium Zum Altenforst: Wenn die Aula plötzlich Brüssel wird
Für zwei Tage lag das politische Zentrum Europas nicht in Brüssel, sondern mitten in Troisdorf
Beim EU-Planspiel 2026 am Gymnasium Zum Altenfrost diskutierte die Q1 über Asyl- und Migrationspolitik, schmieden politische Allianzen und lernten nebenbei, dass europäische Politik vor allem eins ist: kompliziert.
Am 25. und 26. Februar 2026 verwandelte sich die Aula des Gymnasiums Zum Altenforst in einen Ort europäischer Politik. Die gesamte Jahrgangsstufe Q1 nahm an einem zweitägigen Planspiel zur Asyl- und Migrationspolitik der Europäischen Union teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Mentorinnen die Schülerinnen und Schüler durch die Simulation führten.
Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden zunächst einen interaktiven Einblick in die Grundlagen von Demokratie und die Funktionsweise der Europäischen Union. Anschließend wurden die Rollen ausgelost: Einige vertraten Mitgliedstaaten im Ministerrat, andere Parteien im Europäischen Parlament. Zusätzlich gab es Vertreter der EU-Kommission, Lobbygruppen sowie eine Pressegruppe, die das politische Geschehen begleitete.
Für viele bestand die Herausforderung darin, Positionen zu vertreten, die nicht unbedingt den eigenen Überzeugungen entsprachen. Doch genau das sorgte für einige der interessantesten Momente. Plötzlich mussten überzeugte Idealisten harte Grenzpolitik verteidigen, während andere sich als leidenschaftliche Verfechter der europäischen Solidarität wiederfanden. Dennoch zeigte sich schnell, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler in ihren Rollen aufgingen. In verschiedenen Räumen begannen intensive Verhandlungen, bei denen Argumente ausgetauscht, Allianzen geschmiedet und Kompromisse gesucht wurden.

Das Gymnasium Zum Altenforst setzt hier ein klares Zeichen und beteiligt sich auch in diesem Jahr am Wettbewerb Jugend debattiert. Am Mittwoch, dem 4. Februar 2025, fand dazu der vierte Schulwettbewerb statt. Debattiert wurde die Streitfrage: „Soll es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben?“

